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Reflex-Verlag Ausgabe 2013/10

Handel der Zukunft

Eine Publikation des Reflex Verlages zum Thema Handel der Zukunft

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Inhaltsindex
  • 3
    Einkaufen – überall und so wie immer

    Der Handel zeigt den Wandel der Welt. Eins bleibt: Ob online, offline oder beides, die Menschen möchten vor allem einfach einkaufen.

  • 4
    Alles ein Prozess

    Der Handel muss heute flexibel und schnell sein – und von Anfang bis Ende alles gut durchdenken.

  • 5
    Die Verkaufskanäle der Zukunft

    Crosschannel Commerce und Everywhere Commerce – worauf sich Unternehmen einstellen müssen.

  • 7
    Mit einem guten Partner zum Erfolg

    Für Handelsunternehmen lohnt es sich, gewisse Bereiche auszulagern, damit sie sich auf ihr Kerngeschäft konzentrierten können.

  • 9
    Ganzheitlich zum Erfolg

    Vertrieb und Verkauf auf mehreren Kanälen ist für Einzelhändler ein Weg, sich gegen E-Commerce zu behaupten.

  • 10
    Hinspringen, wo der Kunde ist

    Wer seine Käufer heute erreichen will, muss sie da abholen, wo sie sind – und sich den Nutzungsgewohnheiten anpassen.

  • 11
    Die Datenflut sinnvoll nutzen

    Die Menge und Vielfalt an Daten stellt den Handel vor neue Herausforderungen, birgt aber auch erhebliches Potenzial.

  • 12
    Schluss mit der Zettelwirtschaft

    Beschaffung und Einkauf: Was einst nur über den Papierweg funktionierte, wird heute effizient über das Internet abgewickelt.

  • 13
    Auf dem schnellsten Wege – aber wie?

    Logistikunternehmen müssen sich Lösungen einfallen lassen, um die Herausforderungen des Liefermanagements zu meistern.

Editorial

 

Paradigmen-Wechsel

Als die Internetblase zu Beginn dieses Jahrtausends platzte, war man sich in vielen Unternehmen sicher, dass der elektronische Handel keine Zukunfthaben werde. Süffisant waren die Kommentare derer, die im Vergleich zur marktschreierischen und in die Zukunft investierenden Konkurrenz wenig Geld versenkt hatte.

Dort wurde das Thema eCommerce auch weiterhin vielfach sträflich behandelt. Erst als das Internet all unsere Lebensbereiche anfing zu durchdringen, Smartphones sowie sichere Online-Zahlungssysteme aufamen und insbesondere unbekannte Start-Ups im Kerngeschäft bekannter und etablierter Unternehmen schmerzhaft wilderten, wachten diese „Langschläfer" endlich auf. Häufig war der Katzenjammer groß und es wurde kopflos versucht, das Versäumte mit viel Geld in kurzer Zeit wieder aufzuholen. Vielfach wurde darüber der Blick auf das traditionelle Geschäft verloren und allein auf den Vertrieb über das Internet gesetzt - was aus heutiger Sicht wieder ein Fehler war.

Gefährliche Untreue

Mittlerweile vollzog und vollziehen sich noch immer Paradigmen-Wechsel – mit all seinen und ihren weitreichenden Folgen für den Handel. Vor allem für den stationären Handel kann die Untreue des Kunden gegenüber einem Anbieter ein immenses Problem darstellen: werden Produkte, Informationen und Beratung nicht gleichzeitig und professionell über alle Kanäle – also stationär, online und mobil – angeboten, so ist der Mitbewerber nur den berühmt-berüchtigten einen Klick entfernt. Die Kunden von heute informieren sich mit einem Smartphone oder direkt im stationären Handel über Produkte, vergleichen daheim am Rechner die Preise und bestellen online – oder gehen in ein anderes Ladengeschäft und kaufen dort ein. Handelsunternehmen, die nicht alle diese Kanäle berücksichtigen, sämtliche Kundenwege auswerten und Hürden beim Shoppen und Informieren abbauen, werden in die Röhre gucken. Damit einher gehen auch deutliche Veränderungen in den internen Prozessen und in der Logistik, die es ebenfalls zu berücksichtigen gilt.

Riesenchance

Insbesondere in der Auswertung der Nutzerdaten liegt für die Unternehmen eine Riesenchance. Auf all ihren Recherche- und Einkaufswegen hinterlassen die (potentiellen) Kunden Spuren mit ihren positiven und vor allem negativen Kommentaren in Onlineforen, der Kommunikation mit dem Kundenservice oder auch der gewählten Zahlungsart - die es gemäss den Datenschutzrichtlinien auszuwerten gilt. Mit der richtigen, professionellen Vorbereitung, den richtigen Tools und vor allem den richtigen Fragestellungen, bergen diese riesigen Datenmengen (Stichwort Big Data) eine unermessliche Quelle für die Verkaufsförderung, Produktoptimierung oder gar für die Produktneuentwicklung.

Viele Antworten auf die mit diesen Veränderungsprozessen einhergehenden Fragen werden in dieser Beilage beantwortet, in vielen Bereichen regen wir zum Nach- und Weiterdenken an.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre.

Mike Paßmann
Chefredakteur

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