Reflex-Verlag

Reflex-Verlag Ausgabe 2013/10

Herz-Kreislauf

Eine Publikation des Reflex Verlages zum Thema Herz-Kreislauf

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Inhaltsindex
  • 4
    Heilung für das Herz

    Die Herzmedizin hat viel erreicht. Zu den Erfolgen gehören zahlreiche neue Behandlungsmethoden und Fortschritte in der Diagnostik.

  • 6
    Schrittmacher werden intelligenter

    Die neue Schrittmachergeneration zeigt sich erwachsen, sie ist flexibel und denkt mit.

  • 7
    Katheter statt Skalpell

    Minimal invasive Eingriffe am Herzen senken die Operationsrisiken.

  • 10
    Todesursache Nr. 1

    Jede Minute vollbringt ein gesundes Herz Höchstleistungen. Umso wichtiger ist es, die häufigsten Erkrankungen zu kennen.

  • 12
    Qualitätssicherung mit Lücken

    Qualitätsmanagement in Krankenhäusern bietet noch Spielraum für Verbesserungen.

  • 12
    Ein harter Knochen

    Krankheiten des Skelettsystems stellen Patienten, Ärzte und Forschung noch immer auf die Probe.

  • 13
    Gefahren durch Bluthochdruck

    Bluthochdruck zeigt lange keine Symptome, ist aber dennoch gefährlich. Gesunde Lebensweise reduziert Risiken.

  • 14
    Reanimation

    Schon die einfache Herzdruckmassage erhöht die Überlebenschance nach einem Herzstillstand. Doch viele trauen sich nicht.

Editorial

Für starke Herzen

Gäbe es das Herz nicht, so müsste man es erfinden. Ja tatsächlich, denn ohne das Herz ist alles nichts. Menschliches Leben ist ohne Herz schlechterdings nicht denkbar. Zu allen Zeiten hat dieses Mysterium der Natur, das in unserer Brust schlägt, Dichtung und Literatur so stark wie nichts anderes beeinflusst. Nahezu überall auf der Welt ist es seit Ewigkeiten das Symbol für die Liebe und das Leben.

Und es ist eines der wichtigsten – wenn nicht das wichtigste – Organ unseres Körpers. Es ist der Motor des gesamten Blutkreislaufs, arbeitet wie eine Pumpe und hält unser Blut ständig in Bewegung. Über das Blut werden unsere Organe mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen versorgt. Stottert dieser Motor, gerät der Blutkreislauf durcheinander und das heißt: Alarmstufe rot für unsere Gesundheit, wenn nicht gar für unser Leben.

Seit Jahrzehnten legt die medizinische Wissenschaft ein Schwergewicht ihrer Arbeit auf die Erforschung und Bekämpfung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. So sind im Bereich der Grundlagenforschung für die Wissenschaftler etwa die genetischen Grundlagen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die molekularen Mechanismen interessant, die dazu beitragen, das Herz oder die Blutgefäße zu beschädigen. Im Bereich der klinischen Forschung geht es um die Etablierung neuer Therapieverfahren. Die Versorgungsforschung wiederum kümmert sich um die Frage, wie Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen optimal betreut werden können, damit schwerwiegende Folgen wie Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Wassereinlagerungen vermieden werden.

Die Erfolge der Medizin können sich sehen lassen, ist es doch gelungen, die Sterberate von Menschen mit Herz- Kreislaufkrankheiten seit 1970 um 25 Prozent zu senken. Das ändert allerdings nichts daran, dass diese Erkrankungen mit 40 Prozent immer noch die häufigste Todesursache in Deutschland sind. In anderen Industrieländern ist das ähnlich. Keine Frage, dass sich diese Zahlen auch in den Behandlungsstatistiken der Ärzte niederschlagen: Annähernd die Hälfte der am häufigsten verordneten Medikamente sind Medikamente gegen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind medizinisch und auch volkswirtschaftlich deswegen so bedeutsam, weil sie für den Patienten schwerwiegende Folgen nach sich ziehen können. So führen Gefäßveränderungen bei einigen Menschen dazu, dass sich Blutgefäße verschließen. Passiert das am Herzen, erleiden die Betroffenen einen Herzinfarkt. Ein Gefäßverschluss im Gehirn führt zu einem Schlaganfall. Außerdem können Herzerkrankungen die Funktion des Herzens selbst beeinträchtigen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen schränken die Lebensqualität der Patienten oft erheblich ein und sind für das Gesundheitswesen teuer. Dabei könnten sie oft vermieden werden. Zu den häufigsten Ursachen einer Herz-Kreislauferkrankung zählen Stress, Rauchen, Medikamente, psychische Belastungen, mangelnde Bewegung sowie eine ungesunde Ernährung. Sowohl eine nährstoffarme, als auch eine säureüberschüssige Ernährung führt dazu, dass das Herz-Kreislauf-System nachhaltig beeinträchtigt wird. Vor diesem Hintergrund sollte man also unbedingt auf eine ausgewogene gesunde Ernährung achten. Auf diese Weise können wir selbst dazu beitragen, unser Herz und unseren Kreislauf zu stärken und damit unsere Gesundheit zu erhalten.

Mit dieser Publikation wollen wir Sie deshalb nicht nur informieren über Herz-Kreislauf-Erkrankungen und wie die moderne Medizin sie bekämpft. Vielmehr wollen wir Sie auch ganz persönlich zu einer gesunden Lebensweise motivieren. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine spannende und interessante Lektüre.

Michael Gneuss

Chefredakteur

 

 

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