Reflex-Verlag

Reflex-Verlag Ausgabe 2013/11

Swiss Quality

Eine Publikation des Reflex Verlages zum Thema Swiss Quality

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Inhaltsindex
  • 4
    Qualität ist kein Zufall

    Abgeleitet von der einzigartigen Natur wird Lebensqualität im Arbeitsleben und in der Freizeit zelebriert. Die Wirtschaft profitiert.

  • 5
    Grundkatalog mit Anthroposophie

    Das Gesundheitssystem der Eidgenossen hat traditionell einen guten Ruf und dient anderen Ländern oft als Vorbild.

  • 6
    Schlürfen im Kaffeeparadies

    Marktführer im Handel und Genuss: In der Wertschöpfungskette bis zum gebrühten Kaffee mischen die Eidgenossen kräftig mit.

  • 10
    Chancen im Gesundheitswesen

    Ob Sommer oder Winter, die Schweiz bleibt ein attraktiver Platz zum Arbeiten und zum Leben. Eben, weil es dort wohl schön ist.

  • 12
    Industrie mit Weltgeltung

    Schokolade, aber auch die chemische Industrie, Pharma und Banken prägen die Schweizer Wirtschaftslandschaft.

  • 13
    Handelspartner in Kernbranchen

    Auch enge Handelspartnerschaften lassen sich ausweiten. Deutsche Kernbranchen haben gute Marktaussichten.

  • 14
    Standort für KMUs

    Die Schweizer Wirtschaft führt Europas Statistiken in vielen Studien an. Doch das Erfolgsmodell ist nicht unumstritten.

  • 14
    Wie Frisches länger frisch bleibt

    Kunststoffverpackungen mit dauerhafter Barriere schützen Lebensmittel vor äußeren Faktoren und machen sie länger haltbar.

Ewig grüßt das Murmeltier

Außer Zweifel steht wohl: Die kleien feine Schweiz liegt auf der Beliebtheitsskala von vielen Menschen nicht nur europaweit, sondern auch weltweit ganz vorne. Vieles dort ist einfach beneidenswert gut: Das Alpenland hält den Status als eine der ältesten Demokratien hoch, die politischen Strukturen suchen in einigen wichtigen Details ihresgleichen. Die hierzulande aktuell diskutierten Volksentscheide und das Multikulti gehören längst zur Tradition. Wie der Stolz auf Heimat. Folklore ist alles andere als peinlich und über alle Generationen hinweg erwünscht. Das Matterhorn ist Inbegriff von Faszination, und das Murmeltier lässt immer wieder gerne von der Postkarte grüßen. Die Eidgenossenschaft ist als Gesamtpaket einmalig, und ein besonderes Marketing erledigt sich von selbst.

Dem Warum und Wie kommt man am besten mit dem Stichwort Lebensqualität auf die Schliche. Zum lateinischen Begriff Qualität bietet der Duden Bedeutungen wie Beschaffenheit, Güte, Wert an. Sie klingen wie Synonyme. Regelmäßige Studien untermauern mit ziemlich eindeutigen Ergebnissen die verschiedenen Wünsche und Sehnsüchte der Menschen. Gemeinsam haben Sie alle, dass in der Summe in punkto Lebensqualität die Schweiz weit vorne liegt.

Bekannt sind Studien wie die Mercer Quality of Living Survey, der Economist Intelligence Unit’s Global Liveability Report oder der Human Development Index der Vereinten Nationen. In der Mercer Studie werden beispielsweise Städte verglichen. Es zählen typische Indikatoren zu Wirtschaft, Politik, Sicherheit, Gesundheitswesen, Bildung und Nahverkehr, aus denen dann ein Index errechnet wird. Mit Zürich, Genf und Bern liegen gleich drei Schweizer Städte im internationalen Vergleich der Lebensqualität unter den Top Ten. Der Economist Report vergleicht ähnlich, mit in Nuancen anderer Gewichtung und Ergebnis.

Genug gelobt! Die Vereinten Nationen gehen bei ihrem Human Development Index einzelne Länder anders vor. Als Indikatoren werden schwerpunktmäßig nicht nur wirtschaftliche Kriterien, sondern eine Kombination aus Lebenserwartung, Bildung und Einkommen analysiert. Der un-Report 2013 wurde bereits veröffentlicht. And the winner is: Norwegen! Unter 185 Ländern rangiert nach Australien, den usa und den Niederlanden Deutschland auf dem fünften Platz. Die Schweiz landet auf Platz neun.

Ein Schelm, der etwas Böses dabei denkt. Dass es hier etwa um ein Hoch- oder Runterschreiben eines Standortes geht. Dieser kleine Vorsprung des physisch großen Nachbarn könnte in Anbetracht der vielen anderen Studien bedeuten: Ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn! Oder: Die Sache ist innerhalb einer Komfortzone von reifen Nationen sehr individuell! Studenten haben andere Bedürfnisse als Manager, dem einen ist der Nahverkehr schnurz, Ältere schauen genauer auf die Sozialsysteme und schätzen Altersvorsorge oder Gesundheitssysteme, für Bezieher hoher Einkommen spielt die Höhe der Miete eine untergeordnete Rolle. Et cetera perge perge.

Interessant ist der Better Life Index der oecd, beispielsweise für Arbeits- oder Auswanderungswillige, die vielleicht die Schweiz im Visier haben. Hier kann der User die Indikatoren selbst gewichten. Ein Besuch des Better Life Index im Internet empfiehlt sich daher. Genauso wie die Lektüre der hier präsentierten Beiträge zum Thema „Swiss Quality“. Alpenglühen? Gletscher? Biokäse? Skizirkus? Blasmusik? Bankgeheimnis? Warum finden viele unseren Nachbarn nur so gut? Acht Millionen Einwohner, ein Ausländeranteil von 23 Prozent, davon 280 000 Deutsche. Die Schweiz ist ein Magnet für Einwanderer. Nirgendwo sonst auf der Welt ist im Durchschnitt die Lebensqualität so hoch.

Daran wird dauerhaft auch die Ventilklausel nichts ändern, die auf Seiten der Schweiz einen geordneten Zuzug regulieren soll. Oder die tumb anmutenden Bemühungen deutscher Institutionen, Professoren und Wissenschaftler(„Back to Bavaria“), wieder zurück zu holen. Im Kampf um Talente wird damit ein Kapitel aufgeschlagen, das besser nicht nachhaltig bleiben möge. Nicht Subvention oder Überregulierung sollten Angebot und Nachfrage bestimmen. Qualität ist das Maß aller Dinge!

Karl-Heinz Möller

Chefredakteur

Reflex Verlag GmbH

 

 

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