Reflex-Verlag

Reflex-Verlag Ausgabe 2013/12

Implantate

Eine Publikation des Reflex Verlages zum Thema Implantate

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Inhaltsindex
  • 4
    Funktion ersetzt

    Implantate geben Millionen von Menschen wichtige Körperfunktionen wieder – ihre Einsatzmöglichkeiten wachsen ständig.

  • 6
    Weniger Operationen

    Leider keine Seltenheit: eine erneute Operation ist notwendig, weil die Prothese wackelt. Neue Implantate sollen das verhindern.

  • 8
    Qualität ohne Kompromisse

    Das Ganzkörpertraining ist viel mehr als ein Fitnesstrend – es beugt auch effektiv Rückenleiden vor.

  • 10
    Intelligenz für mehr Lebensqualität

    Sensoren und Aktoren sorgen bei Implantaten für mehr Sicherheit und für eine Steigerung der Lebensqualität bei chronisch Kranken.

  • 11
    Prothese verhindern

    Gelenkerhaltende Operationen gewinnen an Bedeutung. Das Zusammenspiel zwischen Gelenkkopf und -pfanne wird korrigiert.

  • 12
    Materialien können Allergien auslösen

    Die Wahl der richtigen Zusammensetzung ist wichtig, wenn man unter Allergien leidet oder sie im Voraus vermeiden möchten.

  • 13
    Neue Zähne durch Implantate

    Was passiert bei einer Implantation? Was gilt es zu berücksichtigen?

  • 15
    Maßgeschneiderte Ersatzteile

    Mikroimplantate für Auge und Ohr könnten in Zukunft aus dem 3D-Drucker kommen und damit deutlich billiger produziert werden.

Segensreiche Ersatzteile

nachdem Sie zuvor kaum noch gehen konnten. Das sind keine Wunder, das ist die Beschreibung des medizinischen Alltags, möglich gemacht durch moderne Implantate. Millionen von Menschen bekommen durch sie verloren geglaubte Fähigkeiten zurück. Wem nach einem Unfall oder einfach als Folge des Alterns etwas fehlt, dem können künstliche Körperteile jeder Art wieder Lebensqualität und Teilhabe ermöglichen. Und es werden immer mehr, die von dieser Medizin profitieren. Die Zahl älterer Menschen und damit die Zahl chronisch Kranker wächst und mit ihnen die Gruppe jener, die auf dauerhafte medizinische Unterstützung angewiesen sind. Was wäre dauerhafter als ein Implantat, das dauerhaft im Körper verbleibt?

Implantate sind so alt wie die ersten Versuche ernsthafter Medizin. Schon vor Tausenden von Jahren versuchten Menschen, fehlende Gliedmaßen, ausgefallene Zähne oder durch Verletzungen verunstaltete Nasen zu ersetzen und wiederherzustellen. Das „Reparieren“, der „mechanische“ Zugang zu Heilung und Veränderung hat uns noch nie geschreckt. Auch, wenn es um die Schönheit geht. Der Schritt vom Wiederaufbau einer verlorenen Nase – aus dem alten Mesopotamien belegt – hin zur ästhetischen Optimierung des Gesichts ist nicht groß. Wo Implantate zunächst Funktion und Aussehen etwa des Gesichtsknochens rekonstruierten, machen sie heute den Kiefer markanter, vergrößern an anderer Stelle die sekundären Geschlechtsmerkmale oder lassen den Po muskulöser erscheinen. Manche Menschen macht diese Vorstellung Unbehagen: den Körper ohne medizinische Notwendigkeit auch mit Implantaten zu verändern. Doch wer verantwortungsvoll mit sich und seinem Körper umgeht, wird auch hierin für sich neue Lebensqualität finden. Und den Weg zu verantwortungsbewussten Chirurgen finden, die der freien Entscheidung ihrer Patienten mit Respekt begegnen.

Vielleicht macht auch der Gedanke Angst, von fremder, zuweilen fehleranfälliger Technik im Körper abhängig zu sein. Das ist ein ganz natürliches Gefühl. Und selbstverständlich gibt es auch in der Implantologie wie auf jedem Gebiet der Medizin Rückschläge und Fehlentwicklungen. Doch genauso gelten auch für diesen Bereich strenge Standards hinsichtlich Qualität und Sicherheit. Sie haben sich noch immer durchgesetzt. Gerade weil Implantate in ihrer Bedeutung weiter zunehmen werden, können sich Patienten auf sie verlassen. Gerade hier wird sehr viel geforscht und entwickelt, und das kommt auch der Sicherheit vorhandener Techniken zugute.

In die Zukunft gewandt heißt das: Wir dürfen noch viel erwarten. Implantate werden Blinde wieder sehend machen. Schon heute sind lichtempfindliche Chips in der Erforschung, die an die Stelle der Netzhaut implantiert werden – und in einigen Jahren deren Funktion ersetzen sollen. Implantate werden scharfe Sicht bis ins hohe Alter ermöglichen – durch künstliche Linsen, die wie ihre biologischen Vorbilder von selbst scharfstellen können. Implantate überwinden Lähmungen – bereits heute gibt es Systeme, die es Gelähmten erlauben, grundlegende Handbewegungen wieder auszuführen. Darüber, was möglich ist und was in Zukunft möglich sein wird, wollen wir Sie in dieser Beilage informieren. Manches davon mag heute noch wie ein Wunder klingen. Doch irgendwann wird es medizinischer Alltag sein.

Mike Paßmann

Chefredakteur

Reflex Verlag GmbH

 

 

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