Reflex-Verlag

Reflex-Verlag Ausgabe 2013/10

Smart Energy

Eine Publikation des Reflex Verlages zum Thema Smart Energy

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Inhaltsindex
  • 3
    Leitartikel: Alle müssen anpacken 3

    Energieversorgung wird immer mehr zu einem hochintelligenten System. Das erfordert ein Zusammenspiel aller Akteure.

  • 4
    Contracting: Kraft nach Maß

    Nicht jedes Unternehmen überblickt die neuen Spielarten des Strommarkts. Spezialisten gewinnen immer mehr an Bedeutung.

  • 6
    Schlüsselaufgabe Stromnetzausbau

    Der Ausbau des Stromnetzes hat eine Schlüsselfunktion bei der Energiewende.

  • 8
    Big Data: Verschlüsselt und versiegelt

    Die Kundendaten werden zu einem immer wichtigeren Gut für Stromerzeuger. Deshalb brauchen sie besonderen Schutz.

  • 10
    Produktion: Effiziente Anlagen rechnen sich

    Sparsame Produktionsmaschinen und intelligente Zähler bergen gerade für die Industrie noch ungenutzte Einsparpotenziale.

  • 12
    Vom Smart Grid zum Supergrid

    Erneuerbarer Strom braucht smartere Leitungen. Experten haben sich die Vernetzung ganzer Kontinente vorgenommen.

  • 13
    Strom sucht Vorratskammer

    Suche nach dem perfekten Energiespeicher läuft auf Hochtouren.

  • 14
    Ein Haus am Netz

    Smarte Systeme sorgen für mehr Komfort und mehr Sicherheit.

  • 15
    Günstig Heizen mit Holz

    Pelletheizungen punkten beim Klimaschutz. In Zeiten steigender Preise für Erdöl und Erdgas sind sie deutlich kostengünstiger.

     

Leitartikel

 

Die Natur fordert heraus

Smart Home, Smart Phone, Smart Car – kein Zweifel, wir leben in einem smarten Zeitalter. Nahezu alles scheint heute „smart“ zu sein und wenn nicht, ist es zumindest auf dem Weg dorthin. Das gilt natürlich auch für den gesamten Bereich der Energie.

Und das ist auch gut so, denn ein intelligenter Umgang mit den Energie-Ressourcen sollte an sich schon selbstverständlich sein. Und heute gehen die Anforderungen an die Energieversorgung noch deutlich weiter. Die Energiewende ist ein Kraftakt und vor allem die strikte Abkehr von der Atomkraft hat den Sektor in Deutschland mächtig unter Druck gesetzt. Es ist unverzichtbar, immer mehr wertvolles Ingenieurswissen und Investitionen in die Entwicklung und Fertigung moderner Netze, Systeme, Messmethoden und dergleichen fließen zu lassen. Nur so werden wir die energetischen Herausforderungen meistern, nur so haben der Erhalt von Wohlstand, Wachstum und gesunder Ökologie eine Chance. Was wir brauchen Was wir brauchen, lässt sich kurz und knackig in zwei Worten sagen: „Smart Energy“.

Ohne intelligente, effiziente Systemlösungen sind die nationalen und internationalen Bestrebungen, etwa zur Verringerung von co2-Emissionen, kaum umsetzbar. Auch eine erhöhte Energieunabhängigkeit lässt sich nur über diesen Weg erreichen. Und vor allem brauchen wir die Intelligenz, um in Zeiten der erneuerbaren Energien die Versorgungssicherheit aufrecht zu erhalten.

Ohne smarte Technologien wird die Vision von einer sauberen Energievorsorgung ein Traum bleiben und scheitern. Große Teile der Energieinfrastruktur sind mitten in einem radikalen Umbruch, der erst durch „denkende Systeme“ für die Erfassung, Analyse, Steuerung, Speicherung und für den Transport wirklich gelingen kann.

Wir müssen noch viel smarter werden. Die Wende ist zwar schon vollzogen und erste Meilensteine beim Aufbau einer neuen Erzeugungsinfrastruktur sind genommen, doch bei genauem Hinsehen sind auch noch etliche Baustellen zu erkennen, die nur fähige Wissenschaftler und Forscher schließen können. So müssen vor allem die Speichertechnologien weiter verbessert werden. Die brauchen wir, um Solar- und Windkraft besser ausnutzen zu können und der Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen.

Aber auch die Stromnetze müssen intelligenter werden. Wir brauchen das Smart Grid. Neben neuen Stromautobahnen, die Energie von den Windkraftparks im Norden zu den Verbrauchszentren im Süden transportieren, müssen vor allem die Verteilnetze mit Informations- und Kommunikationstechnologie versehen und neu organisiert werden, um die vielen neuen dezentralen Erzeugungskapazitäten einzubinden und vor allem den Verbrauch zu steuern. Denn an eines muss sich der Verbraucher gewöhnen: Die Erzeugung der Atom- und konventionellen Kraftwerke kann an den Bedarf angepasst werden, Sonne und Wind nehmen keine Rücksicht. Die Natur fordert uns heraus, intelligent mit ihr im Einklag zu leben.

Wir brauchen aber nicht nur smarte Technologien, sondern auch ein intelligentes Regelwerk, an dem sich die Akteure beim Ausbau der Energiewende ausrichten können. Der Reformstau ist unübersehbar.

Mit dieser Publikation wollen wir Ihnen die wichtigsten Themen rund um eine intelligente, moderne Energieversorgung präsentieren. Wir wollen Sie informieren über die neuesten Entwicklungen in Forschung und Entwicklung und aufzeigen, was alles in dem weiten Feld steckt, das sich Smart Energy nennt. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine spannende und unterhaltsame Lektüre.

Michael Gneuss

Chefredakteur

 

 

 

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