Reflex-Verlag

Reflex-Verlag Ausgabe 2013/11

Leben mit Krebs

Eine Publikation des Reflex Verlages zum Thema Leben mit Krebs

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Inhaltsindex
  • 3
    Neue Methoden, neue Strukturen

    Der Krebs ist noch lange nicht besiegt. Aber nichts spricht dafür, dass der medizinische Fortschritt innehält.

  • 4
    Darmkrebsvorsorge: Investition in die Zukunft

    Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebsarten, kann aber mit am besten bekämpft werden – wenn er früh entdeckt wird.

  • 7
    Prostatakrebs: Eine große Herausforderung

    Die Krebserkrankung der walnussgroßen Drüse stellt nach wie vor hohe Anforderungen an die Medizin und die behandelnden Ärzte.

  • 8
    Gefährdete Drüse

    Krebs der Bauchspeicheldrüse ist selten, aber meistens tödlich – weil er zu spät entdeckt wird.

  • 9
    Brustkrebs ist kein Todesurteil

    Die Diagnose Brustkrebs ist zunächst ein großer Schock, doch es gibt viele Möglichkeiten und Chancen um geheilt zu werden.

  • 12
    Wenn die Luft knapp wird

    Noch immer ist Lungenkrebs eine der häufigsten Krebskrankheiten in Deutschland. Neue Therapien gewinnen an Bedeutung.

  • 14
    Gut fürʼs Wohlbefinden

    Viele Krebspatienten legen Hoffnung in ergänzende Heilverfahren. Deren Wirksamkeit ist jedoch zum Teil umstritten.

  • 14
    Ein Haus am Netz

    Smarte Systeme sorgen für mehr Komfort und mehr Sicherheit.

  • 15
    Transparenz für bessere Behandlung

    Wenn es um Qualitätsbeurteilung der Krebsbehandlung ging, ist Deutschland bisher im Dunkeln getappt – das soll sich nun ändern.

     

Krebs: vom offenen Umgang mit ihm


 Diese Publikation heißt „Leben mit Krebs“ und das hat seinen guten Grund. Denn Krebs ist heute nicht mehr das Schreckgespenst, das es einmal war. Ein Leben mit Krebs ist in vielen Fällen immer öfter möglich.   Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Nach wie vor ist Krebs die zweithäufigste Todesursache
in Deutschland. Die Zahl der Betroffenen wird steigen, da sind sich alle Experten einig. Dass das auch demografische Ursachen hat, wird oft vergessen – wir werden schlicht immer älter. Die Fortschritt bei den Behandlungsmethoden steht aber nicht still. Vor allem ändert sich der Umgang mit den vielfältigen Formen der  Krankheit. Und sei es, dass über Krebs vermehrt offen und konstruktiv gesprochen wird. Manchmal liegt das an spektakulären Ereignissen wie die öffentliche Ankündigung der Schauspielerin Angelina
Jolie, sich präventiv die Brüste amputieren zu lassen, woran hier noch einmal erinnert werden soll. Selten wurde danach ein Thema so ausführlich und ehrlich diskutiert, wie auch immer man sich wissenschaftlich dazu verhalten mochte. Die Hoffnung ist, dass von dem Aufklärungsschub – und der Bereitschaft, sich mit unbequemen Themen auseinanderzusetzen – etwas bleibt. Doch es sind nicht nur solche Einzelereignisse, die den Umgang mit Krebs prägen. Seit Jahren arbeiten Betroffenenorganisationen, Fachvereinigungen, Berufsund Industrieverbände an Aufklärungskampagnen, die die Bevölkerung zur Vorsorge aufrufen. Seit diesem Jahr werden nun Kassenpatienten auch zur Darmkrebs- und Gebärmutterhalskrebsvorsorge aufgefordert, ein wichtiger Schritt hin zu einer verbesserten Prävention. Denn der beste Weg, mit dem Krebs zu leben, ist immer noch, ihn rechtzeitig zu entdecken und behandeln zu können. Außerdem wichtig, ist ein gesundheitsfördernder Lebensstil, der das Entstehungsrisiko verringert. Auch hier tut noch viel Aufklärung Not. Umso bedeutender sind Kampagnen, die etwa junge Menschen davon überzeugen wollen, mit dem Rauchen gar nicht erst
anzufangen. Ein veränderter Umgang und ganz wörtlich ein Leben mit dem Krebs zeigt sich aber auch in Initiativen, die Krebskrankte zum Sporttreiben animieren. Jahrelang galt: Wer Krebs hat, muss sich schonen. Inzwischen weiß man, dass unter bestimmten Voraussetzungen Sport das Wohlbefinden fördert und den Verlauf der Erkrankung verbessern kann. Über all dem sollte man nicht vergessen, wie wichtig nach wie vor die Forschung an neuen Therapien ist: Neben den weiterhin wachsenden Möglichkeiten der Chirurgie und der Strahlentherapie sind die pharmazeutische Grundlagenforschung, die Weiterentwicklung bestehender medikamentöser Möglichkeiten und ihre verantwortungsvolle Umsetzung unverändert ein Grundpfeiler derKrebstherapie. Umgesetzt werden Vorsorge, Therapie und Nachbetreuung
in einem sich ebenfalls ändernden Umfeld. Immer öfter wird ambulant behandelt. Das ist zum einen gut für das Wohlbefinden der Betroffenen. Sie können häufiger als früher im vertrauten Zuhause bleiben. Es ist aber auch Ausdruck veränderter Strukturen im Gesundheitswesen. Wie in den meisten Fachrichtungen, fehlt es zunehmend an Onkologen – in Krankenhäusern  die im niedergelassenen Bereich. Auf diese Entwicklung machen die Berufsverbände regelmäßig aufmerksam. Doch beim Beklagen belassen sie es nicht. Sie bauen Netzwerke auf, in denen Behandlungszentren und niedergelassene Spezialisten zusammenarbeiten. So soll die Versorgung auch in Zukunft gesichert sein. Und wie das Leben mit Krebs heute und in Zukunft aussehen wird, darüber wollen wir sie in dieser Publikation informieren.

Mike Paßmann

Chefredakteur

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