Reflex-Verlag

Reflex-Verlag Ausgabe 2013/07

Big Data

Eine Publikation des Reflex Verlages zum Thema Big Data

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Inhaltsindex
  • 3
    Ein sehr, sehr großer Schatz

    Unsere digitalisierte Welt erzeugt ständig Massen an Daten. Sie werden immer besser ausgewertet und eröffnen neue Horizonte.

  • 4
    Big Data findet es raus

    Individuelle Angebote, Lagerlogistik oder Auswertung von Krankenakten: Diverse Anwendungen helfen ganz verschieden.

  • 5
    Die Korrelation zählt

    Klassische Methoden der Datenanalyse erfüllen moderne Ansprüche nicht mehr.

  • 6
    Gesucht: Speicher für Informationen

    Big Data sprengt zunehmend die Kapazitäten herkömmlicher Speichertechnologien. Die Wolke schafft Abhilfe.

  • 8
    Alles auf einer Ebene

    Mit Hilfe kontextsensitiver Technologien werden Daten nicht mehr gesucht, sondern einfach gefunden.

  • 10
    Endlich Bescheid wissen

    Big Data ermöglicht zum ersten Mal, nicht nur sehr große, sondern auch sehr heterogene Daten auszuwerten.

  • 11
    Kampf gegen das Chaos

    Mit Big Data haben sich die Anforderungen an Analyse- und Reporting-Systeme verändert.

  • 12
    Wissen ist Macht

    Unternehmen, denen es gelingt, verfügbare Daten als strategische Ressource zu nutzen, haben einen klaren Wettbewerbsvorteil.

  • 13
    Wenn Sensoren Fühler ausstrecken

    Sensorik hilft technischen Geräten, auf die Umwelt zu reagieren. Sie gilt in vielen Branchen als Schlüsseltechnologie.

  • 14
    Nicht auf dünnem Eis bewegen

    Ungezügelt Daten sammeln und verarbeiten – wer das unter Big Data versteht, gerät schnell mit dem Gesetz in Konflikt.

  • 15
    Glossar Big Data

    Was bedeutet eigentlich...?

Editorial

Big Data, Big Business

Es ist eine unvorstellbare Menge: 2,8 Zettabyte an Datenvolumen hat die Menschheit 2012 erzeugt. Das ist eine Zahl mit 22 Stellen und viel zu lang, um sie hier abzudrucken. Bis 2020, so prognostizieren Experten, soll die jährliche Datenmenge auf 40 Zettabye ansteigen. Genug Daten, um 250 Millionen DVDs zu füllen, wandern jeden Tag allein durchs Internet. Kein Wunder, dass man angesichts solcher Massen nur noch von Big Data spricht.

Wobei mit dem Begriff eigentlich weniger all die völlig unterschiedlichen Daten gemeint sind, die in Unternehmen, wissenschaftlichen Institutionen, öffentlichen Einrichtungen und bei jedem Einzelnen in oft ziemlich ungeordneter Form anfallen. Sondern um die Tatsache, dass mittlerweile die technischen Möglichkeiten bereitstehen, mit diesen Daten auch etwas anzufangen. Vier von fünf Unternehmen halten Big Data für ein wichtiges Thema, immer mehr beginnen deshalb damit, sich um ihren Datenschatz intensiver zu kümmern. Im Grunde kann man das Ganze so beschreiben: Früher standen wir vor einer riesigen Rumpelkammer, die sich ständig weiter mit den verschiedensten Dingen füllte und über deren Inhalt wir kaum einen Überblick hatten. Daneben das wohlgeordnete Archiv, in dem aber immer nur die gleichen Ordner standen, deren Inhalte mühsam abgelegt wurden und die wenig miteinander zu tun hatten. Heute stehen wir immer noch vor einer Art Datenrumpelkammer, aber wir können uns in ihr mit bestimmten Werkzeugen orientieren – und Erkenntnisse aus ihnen ziehen.

Erst jetzt bekommt der gleich mehreren Experten zugeordnete Spruch, wonach Informationen das Öl des 21. Jahrhunderts sind, auch wirklich Berechtigung. Denn man kann mit ihnen reich werden. Wer das Verhalten seiner Kunden nicht nur kennt, sondern daraus auch die richtigen Schlüsse zieht – und zwar mit clever- en Algorithmen und darum sehr schnell und automatisch – kann ihnen bessere Angebote machen und mehr verkaufen. Wer zukünftige Ereignisse besser voraussagen kann, ist auch besser vorbereitet. Zugleich gilt eine Erkenntnis aus dem amerikanischen Ölrausch im 19. Jahrhundert: Gute Geschäfte machten damals nämlich auch jene, die anderen beim Heben des Schatzes halfen – vom Schaufelhersteller bis zum Jeansschneider.

In diesem Licht sollte man die Einschätzung sehen, nach der 2013 allein der deutsche Big Data-Markt um 85 Prozent auf 651 Millionen Euro steigt. Denn das neue Paradigma – und darum handelt es sich – betrifft neben den Anwendern auch die IT-Industrie selbst und verleiht ihr kräftigen Schub. Erst in zwei bis fünf Jahren sehen Marktforscher den Höhepunkt von Big Data. Danach wird die massenhafte Verarbeitung Auswertung digitaler Daten in allen Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft eine „normale“ Sache sein. Was heute schon in Sachen Big Data passiert, darüber informieren wir Sie in dieser Publikation.

Mike Paßmann
Chefredakteur

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