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Reflex-Verlag Ausgabe 2013/05

Klimaschutz

Eine Publikation des Reflex Verlages zum Thema Klimaschutz

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Inhaltsindex
  • 3
    Zur dritten industriellen Revolution

    Der Aufbruch in ein ökologisches Jahrhundert ist eingeleitet – deutsche Firmen setzen Maßstäbe.

  • 4
    Klimaschutz fängt zu Hause an

    Deutschlands co2-Ausstoß pro Kopf liegt hoch. Das ließe sich ändern, wenn einige Sparmaßnahmen im Haushalt befolgt würden.

  • 6
    Mehr Wirkung – weniger CO2

    Unternehmen arbeiten an Steinkohlekraftwerken der Zukunft.

  • 7
    Kraftwerke für den Klimaschutz

    Trotz Rekordwerten an erneuerbarem Strom steigt der co2-Ausstoß. Umweltschonende Anlagen scheitern an den Kosten.

  • 8
    Erneuerbare marsch: Alles auf Grün

    Die Energiewende ist beschlossene Sache. Zwei große Fragen sind allerdings noch offen: Wie koordinieren, wie speichern?

  • 10
    Ordnung schafft Effizienz

    Wer seine Kostentreiber jederzeit im Blick hat, kann kräftig sparen.

  • 11
    Verpackungen: Weniger und wiederverwertbar

    Müll soll vermieden werden – oder recyclebar sein.

  • 12
    Grüne Logistik: Mehr als Luxus

    Mit Green Logistics-Ansätzen lässt sich der Energieverbrauch um bis zu 35 Prozent senken.

  • 14
    Grüne Geldanlagen hoch im Kurs

    Sparer und Investoren suchen immer öfter nach grünen Geldanlagen für das gute Gewissen.

  • 15
    Willkommen im Ökolabel-Dschungel

    Deutschlands Strommarkt wird grüner, aber auch unübersichtlicher. Wie Zertifikate und Gütesiegel bei der Orientierung helfen.

Editorial

Den Klimawandel als Chance begreifen

Klimawandel, Umweltprobleme und die Preisentwicklungen bei Energie und Rohstoffen haben bereits viel Bewegung gebracht. Die Politik fördert durch Gesetze und Marktanreizprogramme Energieeffizienz und Erneuerbare Energien. Auch die Verbraucher ändern ihre Gewohnheiten. Beim Kauf von Waren legen sie mehr Wert auf umweltfreundliche Produkte und beim Thema Wohnen steht energieeffizientes Bauen und Sanieren hoch im Kurs. Im öffentlichen Bereich leisten neuartige Verkehrskonzepte wie Car-Sharing oder Maßnahmen für mehr Gebäudeeffizienz Ihren Beitrag. Und auch in der deutschen Wirtschaft zeigen sich die Auswirkungen:

Laut einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sehen sich bereits heute über 30 Prozent der befragten Firmen direkt oder indirekt vom Klimawandel betroffen. Bis 2030, so prognostiziert die Studie, sollen es sogar 60 Prozent sein. Neben den Herausforderungen wie der globalen Erderwärmung, extremeren Wetterlagen und steigenden Energiepreisen birgt der Klimawandel aber auch große Chancen für technologiestarke, forschende Unternehmen. Zum einen kann die deutsche Wirtschaft große Rohstoff- und Energiekosten einsparen, zum anderen eröffnen sich neue Geschäftschancen für innovative und effiziente Technologien und Produkte sowie neue Absatzmärkte.

Die Green Economy stärkt damit strategische Zukunftsmärkte, auf denen deutsche Unternehmen heute schon führende Positionen innehaben. Die Energiewende folgt bereits diesem Gedanken. Bis 2050 sollen erneuerbare Energien, wie Wind und Sonne, die Stromversorgung in Deutschland überwiegend gewährleisten. Darauf reagieren auch die deutschen Firmen: Bereits heute hat jeder dritte mittelständische Betrieb klimabewusste Angebote im Programm – sei es die neuartige Umwälzpumpe oder die klimaneutrale Urlaubsreise. Und der Markt wächst. Experten schätzen allein den Markt für CO2-arme Energieprodukte bis 2050 auf 500 Milliarden US-Dollar pro Jahr.

Aus dieser wirtschaftlichen Dynamik ergeben sich auch enorme Beschäftigungschancen. Eine Studie zum wirtschaftlichen Nutzen von Maßnahmen zur Reduktion des Ausstoßes von Treibhausgasen vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) zeigt: Eine Verschärfung des Treibhausgasreduktionsziels in der eu bis 2020 von 20 auf 30 Prozent führt zu positiven Wachstums- und Beschäftigungseffekten: Das jährliche BIP-Wachstum in der EU steigt um 0,6 Prozentpunkte, bis zu sechs Millionen zusätzliche Arbeitsplätze würden generiert. Die Arbeitslosenquote sinkt auf 5,3 Prozent, gegenüber 7,6 Prozent im Basisszenario, und der Anteil der Investitionen am Bruttoinlandsprodukt (BIK) steigt von 18 auf 22 Prozent.

So wirkt der Klimawandel auch als Impulsgeber für neues Wachstum. Wer allerdings davon profitieren möchte, sollte jetzt die Weichen stellen. Denn wer sich nicht engagiert, verliert teilweise schon die Märkte von heute – ganz sicher aber die von morgen.

Michael Gneuss
Chefredakteur

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