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Reflex-Verlag Ausgabe 2013/05

Besser sehen und hören

Eine Publikation des Reflex Verlages zum Thema Besser sehen und hören

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Inhaltsindex
  • 3
    Sehen und Hören: Zugang zur Welt

    Ohne gute Augen und Ohren leidet die Lebensqualität erheblich. Moderne Technik behebt viele Beeinträchtigungen.

  • 4
    Ein Piepton, der an den Nerven zerrt

    Ohrgeräusche werden häufig durch Lärmschäden und Stress ausgelöst. Gezielte Behandlungen helfen, Symptome zu lindern.

  • 5
    Damit die Augen nicht rotsehen

    Das Sicca-Syndrom gilt als die häufigste Augenerkrankung. Regelmäßiges Blinzeln und Trinken kann Beschwerden vorbeugen.

  • 6
    Schlechte Sicht auf langer Distanz

    Experten warnen vor einer Epidemie der Kurzsichtigkeit. Vererbung und Umweltbedingungen sind dafür verantwortlich.

  • 7
    Weg mit dem Nasenfahrrad

    Augenlasern liegt im Trend. Worauf es bei der Wahl des passenden Verfahrens und der richtigen Augenklinik ankommt.

  • 8
    Durchblick mit Grünkohl

    Augen auf beim Lebensmittelkauf! Welche Ernährungsweise einen positiven Effekt auf die Gesundheit der Seher hat.

  • 9
    So haben Spätfolgen keine Chance

    Hörminderungen treten häufig im Alter auf. Je früher das Defizit erkannt wird, umso höher sind die Behandlungserfolge.

  • 10
    Technik hinter dem Ohr

    Die klassischen HdO-Geräte haben sich verändert. Maßgefertigte Otoplastiken sorgen für optimalen Klang und Sitz.

  • 11
    Wenn der Störton direkt im Ohr sitzt

    Ohrgeräusche können in jedem Alter auftreten. Ältere Menschen sind häufiger betroffen. Noiser können Beschwerden lindern.

  • 12
    Hightech für Gehörlose

    Das Cochlea-Implantat ist eine Prothese, die die Funktion des Innenohres ersetzen kann.

  • 13
    Wenn alles immer leiser wird

    Die Ursachen für Hörminderungen sind vielfältig. Frühe Warnsignale sollten aber immer ernst genommen werden.

  • 14
    Der Wunsch, einfach normal zu sein

    Mit speziellen Hilfsmitteln können Hörgeschädigte ihren Berufsalltag meistern – sogar Telefonieren ist möglich.

  • 15
    Meilensteine der Medizingeschichte

    Historische Entwicklung

Editorial

Scharfe Sicht und klarer Ton

Jetzt mal ganz ehrlich: Wer von Ihnen hat erst einmal zur Lesebrille gegriffen, bevor er sich an die Lektüre dieses Textes gemacht hat? Keine Sorge, Sie befinden sich in guter Gesellschaft. Fast zwei Drittel aller Deutschen brauchen zumindest in manchen Situationen eine Brille. Wer über 40 ist, bei dem steigen die Chancen rapide, dass es mit dem Sehen in die Nähe nicht mehr so gut geht. Zugleich verliert das Auge an Adaptionsfähigkeit, und oft sind die Straßenschilder dann plötzlich alle so unscharf.

Wie bitte? Sie verstehen nicht, was ich meine? Entweder haben Sie gute Augen – oder Sie benötigen eine Hörhilfe. Auch das geht nicht eben weniger Menschen so. Nur fällt das bei vielen nicht so auf, auch weil der Prozess oft schleichend ist. Jedenfalls tun viele Betroffene nichts gegen ihre Hörminderung. Auch, weil sie diese Einschränkung nicht wahrhaben wollen oder eine Stigmatisierung fürchten.

Dabei ist es ganz normal, dass Sehschärfe und Hörvermögen im Lauf unseres Lebens abnehmen. Schon mit Anfang 20 hören wir nicht mehr so gut wie als Kind. Und es ist oft kein Anzeichen eines schlimmen Defektes, sondern ganz normal, dass wir mit 60 den Gesprächen in einer lauten Gruppe von Menschen nicht mehr so gut folgen können. Und seit wann läuft eigentlich der Fernseher so laut?

Es ist verständlich, wenn man das alles erst einmal verdrängt. Jeder kennt den Bekannten, der das Handy unauffällig auf Armeslänge von sich hält, um die SMS lesen zu können. Und wer nicht mehr so gut hört, erklärt eben sein Desinteresse an Menschenansammlungen und entwickelt ungeahnte Fähigkeiten, sich im direkten Gespräch mit anderen den Gesamtsinn aus dem Kontext zu erschließen.

Doch spätestens, wenn es im Straßenverkehr zu gefährlichen Situationen kommt oder wir kaum mehr telefonieren können, muss etwas geschehen. Ganz zu schweigen von Menschen, deren zwei wichtigste Sinne durch Entwicklungsstörungen im Kindesalter oder altersbedingte Verschleißerscheinungen beeinträchtigt werden. Kinder haben ein Recht auf regelmäßige Untersuchungen ihrer Augen und Ohren, und, wenn nötig, eine gute Therapie. Und Menschen, egal welchen Alters, sollten ihre Lebensqualität nicht durch falschen Stolz beeinträchtigen.

Die gute Nachricht: Gegen so vieles ist ein Kraut gewachsen, wenn es ums Sehen und Hören geht – hier kann man wirklich einmal von den Segnungen der modernen Medizin sprechen. Das kann jeder Arzt, Optiker oder Hörgeräteakustiker bestätigen. Und natürlich diejenigen, die diese Segnungen der Technik nutzen – vom Brillenträger bis zum Träger eines Innenohrimplantats.

Welch Erlebnis, wenn ein kleines Kind plötzlich die Welt um sich herum richtig wahrnimmt! Welch eine Faszination, beim Autofahren wie früher auch weit entfernte Schilder lesen zu können – oder diesen verdammten Faden wieder problemlos in die Nähnadel zu bekommen. Wem das Hantieren mit Brillen zu umständlich ist, wird mit Freude die Möglichkeiten des Augenlaserns erkunden. Und wie großartig muss es sein, die Lieblingsmusik wieder uneingeschränkt erleben oder Gesprächen am Abendessenstisch wieder folgen zu können.

Sehen und Hören – unsere kostbarsten Sinne. Vielleicht liegt es daran, dass viele Menschen besonders verunsichert sind, wenn hier etwas nicht mehr ganz so funktioniert wir früher. Oft fehlt es schlicht an Informationen zum Machbaren und Möglichen. Das Wichtigste zu diesem Thema haben wir deshalb für Sie in dieser Beilage zusammengetragen. Lesen lohnt sich. Denn was wäre das Leben ohne unsere Sehkraft? Ohne die Fähigkeit zu hören? Eben. Trauen sie sich!

Mike Paßmann
Chefredakteur

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