Reflex-Verlag

Reflex-Verlag Ausgabe 2013/03

Smart Building

Eine Publikation des Reflex Verlages zum Thema Smart Building

+ zurück zur Übersicht Ausgabe-Cover-Bild mit Link zum PDF

Ausgabe als PDF anfordern

PDF bestellen
Inhaltsindex
  • 3
    Smart Building

    Leben und arbeiten im Energiesparmodus setzt kreative Prozesse frei und führt zu neuen innovativen Lösungen.

  • 4
    Hausmeister Mr. App

    Mit optimierten computerbasierten Regelkreisen haben Verbraucher und Unternehmen ihre Kosten besser im Griff.

  • 6
    Die volle Dosis Technik

    Innerhalb der vier Wände, ob Büro oder Wohnung, liegen die größten Potenziale für Effizienz bei Wärme- und Stromverbrauch.

  • 8
    Hybridheizungen im Trend

    Fossile Brennstoffe und erneuerbare Energien lassen sich in modernen Heizsystemen kombinieren.

  • 9
    Dämmung ist nur die halbe Miete

    Energieverbrauch ist vom Verhalten der Menschen geprägt. Regelungstechnik kann großen Einfluss darauf nehmen.

  • 10
    Frischer Wind nach Wendemanöver

    Dank technischen Weiterentwicklungen kommt der Ausbau alternativer Energiequellen schnell voran.

  • 11
    Dicke Luft – das war einmal

    Herkömmliches Lüften kostet viel Wärme. Lüftungssysteme hingegen sparen Energie durch Wärmerückgewinnung.

  • 12
    Vorfahrt für Bustechnologien

    Intelligente Immobilien können den Alltag vereinfachen und den Energieverbrauch senken.

  • 13
    Netzwerken dient auch dem Schutz

    Angesichts steigender Einbruchszahlen ist ein guter Gebäudeschutz heute wichtiger denn je.

  • 14
    Die Hülle ist das A und O

    Richtige Dämmung kann die Energiekosten in gewerblichen wie privaten Gebäuden nachhaltig senken.

  • 15
    Ohne Energieeffizienz undenkbar

    Dämmung, Sanierung oder Neubau – Bauherren können mit staatlicher Unterstützung und günstigen Krediten rechnen.

Editorial

Smart denken, smart zahlen

An Strom- und Mietkosten bürokratisch hin und her zu fummeln, ist für Politiker momentan eine beliebte Masche. Wir befinden uns mitten im Wahljahr! Die Methode mag populär oder gar sachlich dringend notwendig sein. Aber sie ist nicht mehr als purer Aktivismus. Schließlich war die Steigerung der Kosten lange vorherzusehen. Nun wird an den Symptomen geflickt. Besser wäre es, das Problem gleich an der Wurzel anzupacken. Beispielsweise die Art des Wohnens und Arbeitens von Grund auf neu zu denken! Direkt dort anzusetzen, wo Raum, Strom und Wärme gebraucht werden. Erneuern und rechtzeitig verändern, um die Gesamtetats nachhaltig zu justieren und zu entlasten. An einem langfristigen Städte- und Raumplanungskonzept aus Anreizen, Förderung und Aufklärung zu arbeiten.

Gut, manche verbringen mehr Zeit in ihrem Fitness-Studio oder in der Kneipe, als zu Hause. Vielleicht ist es diesen oder jenen auch egal. Aber aktuell wird gerade mit Recht die Aufmerksamkeit intensiver als sonst auf die vier Wände gelenkt. Weil beispielsweise Wohnungen immer knapper und teurer werden. Vor allem in den Megacities kann die Nachfrage bei weitem nicht das vorhandene Angebot befriedigen – eine Katastrophe für Mieter und Vermieter, für private und gewerbliche Investoren! Verschärft wird die Situation durch einen bereits vor einigen Jahren erkennbaren Trend: Viele Unternehmen ziehen wieder von der Peripherie in die Zentren. Dorthin, wo ihre qualifizierten Mitarbeiter leben und das Umfeld der Arbeitsplätze attraktiver ist.

Wohnungen sind für die meisten nicht nur von Steinen umschlossene Vierecke. Als Raum für Rückzug, Entspannung, Privatsphäre oder Spielwiese sind sie in ihrer Bedeutung für die Zivilisation nicht hoch genug einzuschätzen. Und so wie das Leben ein ständiger Prozess von Veränderungen ist, eröffnet auch das Wohnen immer wieder Chancen zu mehr Individualität und Lebensqualität. Aus der Höhle des Neandertalers ist im Laufe der Jahrtausende eine hochkomfortable Behausung entstanden, in die viel Zeit, Kreativität, Know-how und Geld gesteckt wird. Ein eigenes Umfeld spiegelt auch einen Teil der Persönlichkeit wider. Grundsätzlich smart ist, wenn ein jeder diese Möglichkeit hat. Das gilt unter anderen Vorzeichen auch für den Arbeitsplatz.

Warum nun Smart Building? Für das Adjektiv smart bietet das Lexikon unter anderem an: fesch, schneidig, frisch, munter, frech, lebendig, schick. Im Zusammenspiel mit Gebäuden ist die Übersetzung von Smart Building, dem Titel dieser Publikation, somit nicht nur ein sprachliches Kunststück. Auch typografisch, beispielsweise auf dem Cover mit drei Zeilen und mehr eine Herausforderung! Wir haben es daher auch beim Begriff Smart Building gelassen. Das klingt nicht nur frischer, sondern ist in Fachkreisen mittlerweile ein terminus technicus, um bei den Fremdwörtern zu bleiben. Ein häufig benutzter Fachausdruck also.

Auf den folgenden Seiten werden Leser auf einige dieser schnellen und eingängigen Begriffe stoßen. Weil es bei diesem Thema in der Natur der Sache liegt. Internationalität und weltweite Forschung und Entwicklung führen bei neuen Technologien und globalen Trends dazu, in einer gleichen Tonart zu sprechen. Englisch bietet sich dabei an, auch wegen der relativen Kürze bei Formulierungen.

Der Smart-Home-Markt ist mit einer großen Anzahl an potenziellen Kunden und existierender Zahlungsbereitschaft auf jeden Fall attraktiv. Dennoch bleibt die Frage, wie der Markt, der praktisch in den Startlöchern steht, erfolgreich entwickelt werden kann. Der niedrige Bekanntheitsgrad von Smart-Home-Lösungen ist weiterhin eine Hürde. Aber selbst wenn das Interesse bei den Beteiligten geweckt werden kann, existieren wenige Plattformen, auf denen sich Angebot und Nachfrage zusammen kommen. Es gilt, zunächst mithilfe von Veranstaltungen wie Messen, Foren, Vorträgen und Workshops, Relevanz zu schaffen. Qualifizierte Consulting-Unternehmen können hier wertvolle Hilfe leisten. Genügend Zeit und Stoff für smarte Gespräche und smarte Lektüre!

Karl-Heinz Möller
Chefredakteuer

Ihre Meinung ist uns wichtig:

feedback@reflex-media.net