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Reflex-Verlag Ausgabe 2013/02

Erfolgsfaktor: Facility Management

Eine Publikation des Reflex Verlages zum Thema Erfolgsfaktor: Facility Management

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Inhaltsindex
  • 3
    Wachstum durch Kostenoptimierung

    Die Herausforderungen mit gesetzlichen, politischen und technischen Neuerungen Schritt zu halten ist groß.

  • 4
    Boom für nachhaltige Dienstleister

    In Deutschland etabliert sich ein zukunftsträchtiger Leitmarkt für Energie- und Ressourceneffizienz im Gebäudemanagement.

  • 5
    Grün gewinnt: Betriebskasse und Umwelt schonen

    Schon mit kleinen Nachhaltigkeitsmaßnahmen lassen sich große Effekte erzielen. Das schont Betriebskasse und Umwelt.

  • 6
    Fachkräfte: Händeringend gesucht

    Facility Manager mit handwerklichen und ingenieurwissenschaftlichen Fähigkeiten sind gefragt. Das Angebot wird knapper.

  • 7
    Facility Management als wichtiger Wirtschaftszweig

    Mit fünf Prozent Anteil am Bruttoinlandsprodukt ist die Liegenschaftsverwaltung einer der wichtigsten Wirtschaftszweige.

  • 8
    Passende IT-Lösungen machen flexibel

    Ein erfolgreiches Anlagenmanagement braucht die passende IT. Mobile Endlösungen werden an Bedeutung gewinnen.

  • 9
    Kostenkontrolle: Kaufmännisches Denken gefragt

    Betriebs- und Bewirtschaftungskosten von Immobilien lassen sich mit Hilfe von Dienstleistern dauerhaft senken.

  • 10
    Wachstumsfeld Cybersicherheit

    Viele Unternehmer geben ihre Sicherheit gerne in eine Hand. Dienstleister müssen mehr als reinen Objektschutz bieten.

  • 11
    Bessere Überwachung dank moderner Technik

    Gebäude lassen sich dank moderner Technik besser überwachen. Doch diese bringt für die Eigentümer neue Herausforderungen.

  • 12
    Property Management und kaufmännische Aufgaben

    Eine Wiedereingliederung des kaufmännischen Bereichs in das FM kann sich positiv auf den Wert von Gebäuden auswirken.

  • 13
    Flächenmanagement: Attraktive Raumgestaltung

    Mit einem geschickten Flächenmanagement können Unternehmen viel Geld einsparen, ohne Attraktivitätseinbußen.

  • 15
    Strategische Konzepte: FM zur Chefsache machen

    Wichtige Wettbewerbsvorteile erzielen Unternehmen, die dem Gebäudemanagement höchste Priorität verleihen.

Editorial

Eine Branche auf Erfolgskurs

Ob in Bürogebäuden, Einkaufszentren, in einem Fußballstadium oder am Flughafen: Der Facility Manager ist in großen Gebäuden und Anlagen nicht mehr wegzudenken. Er zeichnet für Technik und Logistik verantwortlich und organisiert alle notwendigen Support-Prozesse von Sicherheit über Reinigung bis hin zum Catering.

Mit ihren Bewirtschaftungsprozessen rund um die Immobilie hat sich die Branche also etabliert. Lange Zeit wurde jedoch verkannt, was alles hinter dem Schlagwort Facility Management (FM) steckt. Das hat verschiedene Gründe: Zum einen beginnen die Missverständnisse oft schon mit den Begrifflichkeiten, da der Bereich des Facility Managements in den Leistungen breitgefächert und kleinteilig strukturiert ist. Andererseits lag viele Jahre lang keine verlässliche Einschätzung zur volkswirtschaftlichen Bedeutung vor.

Laut einem FM-Branchenreport aus dem Jahr 2010, erreicht die Branche aber eine Wertschöpfung von 112 Milliarden Euro und einen Anteil von rund fünf Prozent am Bruttoinlandsprodukt (BIP). Damit zeigt sie sich bedeutsamer als so manche klassische Erfolgsbranche.

Hinzu kommt noch, dass das Geschäftsmodell der Gebäudemanagement-Dienstleister in Deutschland noch immer recht neu ist. Die Ursprünge kommen aus der US-amerikanischen Bürowelt und werden vor allem mit der Fluggesellschaft Pan-American-World-Services (PAWS) in den Fünfzigerjahren in Verbindung gebracht. Ziel waren Produktivitätserhöhungen in Betriebsführung und Instandhaltung. Die PAWS wurde Facility Management-Dienstleister für die US Air Force und gilt als das erste externe Facility-Management-Unternehmen.

Ab Mitte der Achtzigerjahre tauchte auch in Deutschland der Begriff Facility Management auf. Mit dem Paradigmawechsel in der Immobilienwirtschaft in den Neunzigerjahren bekam die Branche weiteren Auftrieb. Denn zu der Zeit entwickelten sich viele neue Aufgabengebiete im Immobilienmanagement, die Unternehmen vor neue Herausforderungen stellten.

Facility Manager sind also längst viel mehr als moderne Hausmeister. Sie sind Spezialisten im Gebäudemanagement und nehmen eine Schlüsselposition in der modernen Immobilienwirtschaft ein. Hohe Verantwortung, technisches Wissen und Können gepaart mit kaufmännischem Organisationstalent zeichnen den heutigen Facility Manager aus.

Zu einer intelligenten Bewirtschaftung von Liegenschaften gehören heute die verschiedensten Aufgaben: Facility Manager behandeln die Frage produktionsnotwendiger Flächen, entscheiden über Office-Konzepte und liefern Daten zu Vermietung und Verkauf. Sie stimmen Architekten- und Ingenieurleistungen in der Planungsphase mit der späteren Nutzung ab, koordinieren alle liegenschaftsbezogenen Leistungen zur Sicherung der Gebäudefunktionen unter wirtschaftlichen und technischen Gesichtspunkten und schaffen – kurz gesagt – die Voraussetzungen, dass sich Unternehmen auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können.

Zunehmend erkennen Unternehmen und öffentliche Verwaltungen FM als strategisches Instrument: FM sorgt für einen langfristigen Erhalt oder sogar eine Erhöhung der Vermögenswerte von Unternehmen, über die sie in Form von Bausubstanz, Anlagen und Einrichtungen verfügen. Durch den sparsamen und gezielten Einsatz von Ressourcen begrenzt und verringert FM die gebäude- und servicebedingten Kosten über den gesamten Lebenszyklus. Somit leistet FM einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg. Auch die Zukunftsaussichten sind bestens: Investoren werden künftig dem Lebenszyklus einer Immobilie und den dabei anfallenden Gesamtkosten noch mehr Bedeutung schenken. Qualitätssteigerung, Kostenreduzierung und Nachhaltigkeit sind die Schlagworte, mit denen die Facility Manager auch künftig punkten. Außerdem müssen Gebäude stets bewirtschaftet werden, unabhängig davon, ob das Kerngeschäft des Unternehmens floriert oder nicht. Somit ist das Facility Management ein praktisch krisensicheres Geschäft.

Michael Gneuss
Chefredakteur

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