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Reflex-Verlag Ausgabe 2012/12

E-Mobilität

Eine Sonderveröffentlichung des Reflex Verlages zum Thema E-Mobilität

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Inhaltsindex
  • 4
    Autoakkus: Preissturz in Sicht

    Bis 2020 könnten die Batteriepreise auf 160 Euro pro Kilowattstunde sinken. E-Autos wären dann deutlich günstiger als Benziner.

  • 6
    Leichtbau: Abspecken für lange Reisen

    Weniger Gewicht heißt mehr Reichweite. Damit die autos künftig weiter fahren, forscht die Branche intensiv an leichten Werkstoffen.

  • 7
    Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

    In Elektroautos steckt viel innovative Technik. Experten sorgen dafür, dass die hohen Sicherheitsstandards gehalten werden.

  • 8
    Firmenflotten als Vorreiter

    Gerade Unternehmen könnten den Vormarsch strombetriebener Fahrzeuge stützen und dabei vom grünen Image profitieren.

  • 9
    Carsharing: Rollende Reklame

    Ein E-Auto für ein paar Euro am Tag? Carsharing-Flotten fahren kräftig Werbung für die emissionsfreie Mobilität.

  • 10
    Die Zukunft fährt elektrisch

    Der Trend zu mehr Ökologie auf der Straße ist ungebrochen. Alternative antriebe sind eine Wachstumsbranche.

  • 11
    Akkus im Alltagstest

    E-Autos eignen sich für Städter wie Berufspendler. Genug Strom für die alltäglichen Fahrten speichern sie schon heute.

  • 12
    E-Bikes: Schneller, weiter, unabhängiger

    Der Markt für Elektrofahrräder boomt. Die modernen Zweiräder werden zunehmend auch für Berufspendler interessant.

  • 13
    Robotik trifft auf Mechatronik

    Industrieroboter sind für Produktion unverzichtbar geworden. Elektroantriebe erweitern die Einsatzmöglichkeiten.

  • 14
    Mit dem Smartphone zur Ladesäule

    Forscher und Entwickler arbeiten an leistungsfähigeren Stationen zum Betanken von E-Fahrzeugen – und an deren Erreichbarkeit.

  • 15
    Mehr E-Tankstellen braucht das Land

    Neue Konzepte für Stromtankstellen sind gefragt. Ideen für sinnvolle Standorte – wie zum Beispiel Parkhäuser oder Shoppingcenter – gibt es reichlich.

Editorial

Mit Vollgas in die Stromzukunft

Die Weltbevölkerung wächst und immer mehr Menschen wohnen in Städten. Der zunehmende Wohlstand, der in vielen Wachstumsländern gerade in den Ballungszentren zu finden ist, geht oft einher mit dem Wunsch nach einem eigenen Auto. Allein in China, Indien und Russland gibt es fast zweieinhalb Milliarden Menschen ohne ein eigenes Gefährt. Viele von ihnen werden sich in Zukunft eines leisten können.

Dabei ist allen klar: So wie der Verkehr heute organisiert ist, geht es nicht mehr weiter – in Europa nicht und erst recht nicht in den aufstrebenden asiatischen Mega-Metropolen. Wir müssen die Mobilität neu denken, gerade für die Städte.

Wir brauchen Visionen, in denen der Verkehr fließt und nicht stockt, in denen wir Parkplätze finden und nicht suchen. Die Elektromobilität hat vor diesem Hintergrund enorme Chancen. Sie hat das Zeug, den Verkehr systematisch neu und vor allem nachhaltig zu gestalten. Allein der Austausch der Antriebsart wird die Verkehrsprobleme in den Großstädten noch nicht lösen können. Doch mit dem Umstieg von konventionellen auf batteriebetriebene Motoren werden neue Trends und neue Mobilitätsgewohnheiten entstehen. Informationstechnologie wird noch mehr Einzug in die Fahrzeuge sowie in die Leitsysteme erhalten und für weiteren Fortschritt sorgen.

Wie kann es da sein, dass Automobilexperten unken, die Elektromobilität werde ins Museum gerollt, noch bevor sie sich im Alltag erfahren ließ? Eine Begründung für die These ist schnell bei der Hand: Zu teuer.

Dabei ist das Öl in Wahrheit bislang zu billig, entgegnen die Befürworter einer neuen Mobilität. In dieser neuen Welt wird die Vielfalt der Verkehrsmittel zunehmen. Das Auto wird auch in Zukunft die Nummer eins bleiben, doch immer mehr Menschen werden auf einen bunten Mix setzen, um ihr Ziel auf dem schnellsten und besten Weg zu erreichen. Das können mal öffentliche Busse und Bahnen sein, mal das Fahrrad, Pedelec oder E-Bike, oder aber der Elektroflitzer im Carsharing.

Gerade in Großstädten wird der Verzicht auf das eigene Auto immer öfter zum Gewinn für die Lebensqualität. Auch Fuhrparkmanager erkennen zunehmend das Potenzial der elektrisch basierten Mobilitätsalternative. Erste Firmen- und Taxiflotten werden mit E-Autos bestückt. E-Bikes ersetzen immer häufiger den Geschäftswagen, weil sie im Stadtverkehr einfach schneller sind.

E-Mobility schafft aber auch neuartige Verknüpfungen von Mobilität, Wohnen und Energieerzeugung. Als fahrbarer Stromspeicher hat das Elektroauto auch innerhalb der Energiewende eine Schlüsselrolle inne. Denn wenn es seine Akkus nachts mit überschüssiger Windenergie füllt, lassen sich auch Überangebote und Engpässe im Stromnetz leichter abpuffern.

In der Energiewende hat Deutschland schon heute unbestritten eine Vorreiterrolle inne – in der Elektromobilität strebt es selbige an. Die Chancen stehen gut: Denn gerade deutsche Fahrzeuge stehen weltweit hoch im Kurs. Das bestätigt das aktuelle Interbrand-Ranking der 100 wertvollsten Marken der Welt. Im Ländervergleich liegt Deutschland hinter den USA auf Platz zwei, was vor allem auf die starken Automarken zurückzuführen ist.

Der Elektromobilität gehört die Zukunft, doch was vielen nicht mehr bewusst ist: Sie hat auch eine Vergangenheit. Zunächst war die individuelle Mobilität von elektrischen Antrieben bestimmt. 1881 war es mit Carl Benz ein deutscher Ingenieur, der die Wende zu fossil betriebenen Autos einleitete. Noch während des Übergangs vom 19. zum 20. Jahrhundert waren auf Amerikas Straßen weit mehr elektrisch angetriebene Fahrzeuge zu finden als solche mit Verbrennungsmotoren.

Nun könnten es deutsche Ingenieure sein, die der Welt den Weg in das neue postfossile Mobilitätszeitalter weisen. Welche großen Durchbrüche die Industrie feiern kann, welche sie in Zukunft erwartet – all dies haben unsere Autoren für Sie zusammengetragen. Erfahren Sie mehr dazu auf den kommenden Seiten.

Michael Gneuss
Chefredakteur



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