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Reflex-Verlag Ausgabe 2012/09

Mobilität der Zukunft

Eine Sonderveröffentlichung des Reflex Verlages zum Thema Mobilität der Zukunft

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Inhaltsindex
  • 4
    Mobil in die Zukunft

    Die Mobilität des Menschen wird weiter zunehmen. Doch sie wird umweltfreundlicher, effizienter und intelligenter sein müssen.

  • 5
    Voll elektrisiert

    anders als geplant, dominieren die E-Bikes den Markt. Doch die nächste Welle der Elektrifizierung steht bevor, denn auch die anzahl der E-autos wächst.

  • 6
    Gehaltvolle Ladung

    Die Batterie ist der Knackpunkt der E-Mobilität. neue Entwicklungen reduzieren das Gewicht, verkürzen die Ladezeiten und erhöhen die Leistung.

  • 9
    Von geteilten Autos und Staugebühren

    Umweltfreundliche Mobilitätskonzepte und effiziente Lenkungs- und Ampelsysteme gehören zur Verkehrsplanung der Zukunft.

  • 11
    Mit Leichtigkeit ans Ziel

    Neben der Antriebstechnologie spielt die Materialauswahl eine zentrale Rolle im Hinblick auf den Kraftstoffverbrauch.

  • 12
    Immer schön Abstand halten

    Sicherheit hat Priorität bei deutschen Autofahrern. Vernetzte Systeme bannen in Zukunft noch mehr Gefahren.

  • 13
    Wir bleiben im Gespräch

    Die Zukunft der Mobilität wird auch vom stetigen Datenaustausch der Verkehrsteilnehmer bestimmt.

  • 14
    Verkehr und Transport neu denken

    Der Platz auf der Straße wird zunehmend knapp, genauso wie der Rohstoff Öl. Effiziente Lösungen für die Zukunft müssen her.

  • 15
    Was kommt da geflogen?

    Die Luftfahrtindustrie bastelt an neuen Ideen, um die Flieger von morgen umweltfreundlicher und schneller zu machen – bis hin zum Raketenantrieb.

Editorial

Wir bleiben beweglich

Was war sie doch früher einfach, die Sache mit der Mobilität. Früher, zu Ötzis Zeiten etwa, schwangen wir unseren Lederbeutel über die Schulter, peilten die Himmelsrichtung nach Sonnenstand und los ging‘s. Zum Glück haben wir seitdem ein paar Fortschritte gemacht. Die Mobilität auch. Und wie wir uns und unsere Sachen durch die Gegend bewegen, sagt viel über den Stand der menschlichen Entwicklung aus.

Deshalb ist es auch so spannend, über die Mobilität der Zukunft nachzudenken. In den Fünfzigerjahren sahen uns die Techno-Propheten in atombetriebenen Autos über Autobahnen jagen, die auf riesigen Stelzen futuristische Megastädte durchzogen. Sofern diese Zukunftsvehikel nicht gleich fliegen konnten und so noch ein paar Schichten Verkehr zusätzlich auftürmten. Natürlich waren die Insassen dieser Autos vom lästigen Lenken befreit, das sollte alles automatisch ablaufen ...

Manche dieser Vorhersagen könnten demnächst sogar eintreffen. Nein, Atomantriebe wird es nicht geben. Aber dass wir bei Tempo 180 am „Steuer“ gemütlich die Zeitung lesen, das könnte sehr wohl in wenigen Jahrzehnten auf breiter Basis wahr werden. Die Technik existiert, wird sogar schon getestet in immer umfangreicher angelegten Großversuchen. Autofahren werden wir sicher auch noch in fünfzig Jahren. Aber es wird so ganz anders sein als heute.

Anders, und auch nicht mehr so wichtig wie heute. Schon jetzt wächst eine Generation heran – zumindest in den Städten – für die ein Smartphone wichtiger ist als das einstige Statussymbol Auto. Sie haben wenig Schwierigkeiten damit, einen rollenden Untersatz lediglich stundenweise und bei Bedarf zu mieten. Wunderbar vernetzt mit allgegenwärtigen Informations- und Kommunikationssystemen hüpfen sie von Verkehrsmittel zu Verkehrsmittel. Jedenfalls sind das die Modelle, die unsere heutigen Techno-Propheten entwerfen.

Sie befassen sich mit der Zukunft der Mobilität aber nicht nur aus reiner Freude an der Spekulation. Der zunehmende Verkehr macht Transport und Verkehr zu einem der drängendsten Probleme der Zeit, wie das immer

so schön – und richtig – heißt. Das leuchtet jedem ein, der sich täglich durch den Straßenverkehr quält. Das ist aber auch augenfällig, macht man sich klar, dass immer mehr Güter per Schiff quer über die Ozeane transportiert werden. Die Zahl der Fluggäste weltweit weiterhin rasant steigt. Die Bahn immer noch täglich Millionen, weltweit Milliarden Menschen bewegen muss.

Das ist zum einen ganz schön kompliziert. Eben nicht mehr so einfach wie vor 5.000 Jahren. Das zu organisieren stellt der Menschheit eine riesige logistische Aufgabe.

Und soviel Verkehr macht Dreck. Er braucht Platz, den wir immer weniger haben. Er verlangt uns immer mehr Zeit und Energie ab, die wir einfach nur für die Fortbewegung brauchen. Obwohl es doch immer heißt, Orte und Menschen kommen sich ständig näher. Doch Arbeitswege von einer Stunde und mehr werden für immer mehr Menschen in den ausufernden Großstädten normal.

Keine Spökenkiekerei also, wenn wir über diese Mobilität der Zukunft, über die Zukunft der Mobilität nachdenken. Es gibt da ein paar Herausforderungen, die wir dringend angehen sollten. Die gute Nachricht: Das tun wir. In Feldversuchen und Testgebieten, die von offizieller Seite, von der Wissenschaft und der Industrie gesteuert werden. Aber, viel wichtiger, jeder Einzelne trägt dazu bei. Wenn er in einer Staumelder-App seine Beobachtungen an die Community weitergibt ebenso wie wenn er bereit ist, einmal im Leben so ein Elektroauto zu testen. An uns hängt sie eben auch, die Sache mit der Mobilität. Auch wenn es ein bisschen komplizierter ist als damals, zu Ötzis Zeiten.

Mike Paßmann
Chefredakteur

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