Reflex-Verlag

Reflex-Verlag Ausgabe 2012/02

Verpackung der Zukunft

Eine Sonderveröffentlichung des Reflex Verlages zum Thema Verpackung der Zukunft

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Inhaltsindex
  • 3
    Leitartikel

    Listige Täuschungsmanöver
    Vorbild Natur: Verpackungen im Spannungsfeld zwischen Wirtschaftswunder, Wegwerfgesellschaft und Wiedergeburt.

  • 4
    Packung Individuell

    Richtig verpackt, gut geschützt – jede Verpackung hat ihre individuellen Vorteile.

  • 5
    Wenn schon, dann nachhaltig

    Wirklich nachhaltig sind Verpackungen ohne Müll. Cradle-to-Cradle heißt die Vision zur Ressourcenschonung.

  • 6
    Automaten der Verpackung

    Die Hersteller müssen sich den immer kürzeren Produktlebenszyklen anpassen und daher vor allem eines sein: flexibel.

  • 8
    Auf Nummer sicher gehen

    Wer Käse und Chips frisch halten will, braucht Hightechlösungen. Mit welchen Mitteln die Branche Lebensmittel länger haltbar macht.

  • 9
    Hundert Prozent Recycling

    In Sachen Recycling ist die Bundesrepublik Spitzenreiter. Doch die Quoten sind steigerbar – 100 Prozent nicht mehr ausgeschlossen.

  • 10
    Gestaltungsfreiheit

    Ein erfolgreiches Produkt ist mehr als sein Inhalt. Es muss sich von anderen unterscheiden, aber auch die Marke transportieren.

  • 11
    Verpackung auf Nachfrage

    Informativ, praktisch und ergonomisch – die Anforderungen an die Verpackung der Zukunft geht weit über den Schutz des Inhalts hinaus.

  • 12
    Jagd auf Piraten

    Immer komplexere Technologien weisen nach, ob ein Produkt echt ist. Nur so ist das Original vor Fälschern sicher.

  • 12
    Effizienz mit Bio

    Käse in der Single-Packung scheint alles andere als ökoeffizient. Doch Forscher tüfteln daran, Funktionalität und Nachhaltigkeit zu vereinen.

  • 13
    Erfindungen zum Schutz

    Der Handel sucht sicheren Produktschutz, der Verbraucher einen leichten Weg zum Produkt. Eine Branche zeigt sich erfinderisch.

  • 14
    Natürliche Barrieren

    Barrierematerial schützt Lebensmittel immer effektiver – vor Feinden von außen, wie vor denen aus der Verpackung selbst.

Editorial

Verpackung – die eierlegende Wollmilchsau

Die eierlegende Wollmilchsau vereint alle wichtigen Funktionen, die zur Versorgung wichtig sind, in nur einem Tier. Nein, dieses Tier gibt es natürlich nicht als zoologische Art. Aber es gibt etwas, das die Anforderungen an hohe Technisierung, geringe Kosten, wenig negativen Einfluss auf die Umwelt umfasst sowie ein ansprechendes Design und ein Höchstmaß an Funktionen bietet: die Verpackung!

Sie ist aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken, beim Verzehr von Lebensmitteln, bei der Einnahme von Medikamenten, bei der Körperpflege und auch beim Gebrauch von technischen Geräten kommt an mindestens einer Stufe der Wertschöpfungskette eine oder mehrere Verpackungen zum Einsatz. Nicht immer zur Freude des Verbrauchers. Es gibt verschiedene Untersuchungen, dass vor allem ältere Menschen Schwierigkeiten mit dem Öffnen und der Handhabung von Verpackungen haben. Verpackungen stehen auch exemplarisch für Müllberge und Umweltverschmutzung am Pranger. Dabei macht ihr Anteil nur circa 30 Prozent des Pro-Kopf-Hausmüllaufkommens aus und dank modernster Sortiertechnologien können die Materialien größtenteils weiter- und wiederverwendet werden.

Und ohne Verpackungen geht es nicht mehr. Sie sind unentbehrlich, wenn es um die Erfüllung der Schutzfunktion geht. So müssen die Umgebung und die Menschen vor den Produkten geschützt werden, etwa wenn sie giftig, ätzend oder geruchsintensiv sind. Waren müssen vor Feuchtigkeit, Sonnenlicht, Sauerstoff, Diebstahl, Schädlingen, Schäden durch Transport und Lagerung und vor allem vor Verderb geschützt werden. Das funktioniert so gut, dass Nahrungsmittel oft über das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus verzehrfähig sind. Und nicht zu den 20 Millionen Tonnen Lebensmitteln gehören müssten, die jedes Jahr allein in Deutschland vernichtet werden. Auch das ist aktiver Ressourcen- und Umweltschutz. Dass jeden Tag Getränke, Nahrungsmittel, Hygienebedarf, Non-Food-Artikel und viele andere Erzeugnisse in entsprechend hoher Qualität verfügbar sind, ist zu großen Teilen das Verdienst von Verpackungen. Sie schützen die Ware, informieren über den Inhalt, machen sie transportfähig und animieren im Laden den Verbraucher zum Kauf.

Viele Produkte sind in Ihrer Funktion nahezu untrennbar mit der Verpackung verbunden, das heißt ohne die jeweils spezielle Verpackung könnte das Produkt nicht benutzt oder verzehrt werden. Zum Beispiel das Fertiggericht in der Mikrowellenverpackung, die Kaffeekapsel bzw. das Kaffeepad (diese Innovation hat zu einem regelrechten Boom im Kaffeeverbrauch geführt, denn es muss immer ein komplettes System aus Maschine und Kaffeepad oder-kapsel gekauft werden), das Partybierfass mit eingebautem Zapfhahn und CO2 Drucksystem oder die Pumpen- und Dosiersysteme für Reinigungsmittel. Was für ein Deodorant steht bei Ihnen zu Hause? Ein Pumpspray, eine Aerosoldose, ein Deoroller oder ein -stick? Diese Vielfalt ist nur durch innovative und effektive Verpackungstechnik möglich.

Jedes Jahr kommen etwa 56.000 Artikel neu in den Handel und beim Gang durch den Supermarkt werden dem Kunden täglich circa 14.000 Produkte angeboten. Die Verpackungsindustrie stellt sich immer wieder der Herausforderung, diese Auswahl durch neue Ideen und Technologien, Innovationen, gutes Design sowie effiziente und ressourcenschonende Produktion zu unterstützen.

Sonja Bähr
Geschäftsführerin bdvi -das Verpackungsnetzwerk-

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