Reflex-Verlag

Reflex-Verlag Ausgabe 2012/02

Cloud Computing

Eine Sonderveröffentlichung des Reflex Verlages zum Thema Cloud Computing

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Inhaltsindex
  • 4
    Gut fürs Wachstum

    Es lebe die Skalierung: Cloud Computing hat die IT-Outsourcing-Branche revolutioniert. Und sorgt in Unternehmen für neue prozesse und potenziale.

  • 5
    Wer hat Angst vor der Wolke?

    Deutsche Unternehmer öffnen sich dem Zukunftstrend Cloud Computing bisher eher zaghaft. Manches Vorurteil beruht auf Unwissenheit.

  • 6
    Drum prüfe, wer sich ewig bindet

    Sicherheitsbedenken schrecken manche Unternehmen davon ab, in die Cloud zu gehen. Die Branche hält mit Zertifizierungen dagegen.

  • 7
    Vertraglich gesichert

    Cloud Computing braucht Sicherheit. Gesetze fordern sie. Zertifizierungen und gute Verträge garantieren sie.

  • 8
    Mein Arbeitsplatz bin ich

    Wie sieht der arbeitsplatz „in der Cloud“ aus? So, wie das alle schon seit Jahren voraussagen. passiert nur ein bisschen eher.

  • 9
    So wird der Computer zum Alleskönner

    Open Source-programme sorgen für viel Komfort auf dem Rechner. Sie sind für jeden frei zugänglich und zumeist kostenlos.

  • 10
    Die Cloud als Aktenschrank

    ECM-Systeme verwalten Dokumente von Unternehmen. Die Cloud macht sie auch für den Mittelstand erschwinglich – und verlangt anpassung.

  • 11
    Gut gesichert

    Wenn das Rechenzentrum brennt, war das Backup hoffentlich aktuell: Technische Maßnahmen sorgen für Sicherheit auch in der Cloud.

  • 13
    Für jede Firma die passende Wolke

    public, private oder Hybrid Cloud: Vor allem mittelständische und große Unternehmen setzen auf Services aus der Cloud.

  • 14
    Datenflut wandert vermehrt in die Wolke

    Viele Firmen nutzen Cloud-Services, um steigende Datenvolumina zu bewältigen – eine kostengünstige und effektive Lösung.

  • 15
    Speicher im Netz

    netzwerkgebundene Speichersysteme bieten schnelle und unkomplizierte Lösungen für den Speicherbedarf von Unternehmen.

Editorial

Cloud Computing braucht Vertrauen

Cloud Computing hat das Triple geschafft: Die Technologie ist zum dritten Mal in Folge zum Top-Thema der Hightech- Branche gewählt worden. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des BITKOM unter seinen Mitgliedern hervor.

Cloud Computing verändert grundlegend die Art und Weise, wie IT-Leistungen bereitgestellt und genutzt werden. Aus der Wolke kann eine breite Palette von IT-Leistungen bereitgestellt werden: Rechen- und Speicherkapazitäten, Software sowie Plattformen für die Entwicklung und den Betrieb von Anwendungen. Wurden IT-Leistungen bislang meist individuell für einzelne Kunden gefertigt, werden sie nun vermehrt in standardisierter Form bezogen. Dies geschieht über Netze, meist über das Internet – und zwar nach Bedarf. Der Nutzer erhält seine IT-Leistungen in dem Maße und dem Moment, wie und wo er sie anfordert. Bezahlt wird nach Nutzung. Hat der Kunde kurzfristig einen erhöhten Bedarf nach Leistungen, so werden ihm kurzfristig zusätzliche IT-Ressourcen beim Anbieter zur Verfügung gestellt.

Die Cloud-Dienstleister müssen große und flexible Kapazitäten vorhalten: Sie verteilen die jeweils freien Ressourcen wie Serverkapazitäten je nach aktuellen Anforderungen immer wieder neu auf unterschiedliche Kunden. Cloud-Services eignen sich also vor allem für standardisierte Angebote. Da die Nutzung von IT-Leistungen statt auf lokalen Rechnern nun über Datennetze erfolgt, wird das Endgerät beim Kunden vermehrt zum Daten-Ausgabegerät. Der Vorteil für die Nutzer: Sie können überall auf diese Dienste zugreifen, sie benötigen nur eine stabile und schnelle Datenverbindung.

Der Cloud-Umsatz mit Geschäftskunden und Privatverbrauchern wird in diesem Jahr in Deutschland um gut 50 Prozent auf insgesamt 5,3 Milliarden Euro steigen. Die Nachfrage kommt dabei zunehmend von Geschäftskunden. Der B2BAnteil liegt bereits bei knapp 60 Prozent. Bis 2015 wird der Cloud-Markt auf 13 Milliarden Euro zulegen. Das Wachstum ist durchgängig zweistellig. Das ergab eine Studie der Experton Group im Auftrag des BITKOM.

Vor allem kleine und mittlere Unternehmen können hochwertige IT-Anwendungen nutzen, sie sparen sich teure Investitionen oder hohe monatliche Lizenzen. So wichtig Cloud-Eigenschaften wie „Nutzung nach Bedarf" und „Bezahlung nach Nutzung" sind, der große Wert dieser Technologie liegt in der Annäherung an den Traum vom „atmenden Unternehmen": Die Geschäftsprozesse der Unternehmen werden unabhängig von den Ressourcen, die im Unternehmen vorgehalten werden müssen; Innovationen werden so beschleunigt, die Flexibilität wird höher. In wenigen Jahren werden zunehmend auch mittelständische Unternehmen dank Cloud Computing ohne eigene Rechenzentren auskommen.

Je mehr geschäftliche und private Daten in der Cloud gespeichert werden, umso wichtiger wird das Vertrauensverhältnis zwischen Nutzer und Dienstleister. Nur wenn die Anwender davon ausgehen, dass ihre Daten in der Cloud sicher gelagert und übertragen werden, werden sie die Vorteile der neuen Technologie voll ausnutzen wollen. Die Cloud-Anbieter müssen für sichere und möglichst transparente Dienste sorgen, Sicherheitstechnik bereitstellen, bestimmte Standards einhalten und die Nutzer aufklären. Die Anwender müssen ebenfalls ihren Beitrag leisten, etwa Sicherheitssoftware nutzen.

Der Erfolg des Cloud Computing ist ein wichtiger Grund dafür, dass die weltweit größte IT-Messe CeBIT in diesem Jahr unter dem Motto „Managing Trust" steht. Doch zunächst viel Spaß bei einer interessanten Lektüre.

Prof. Dieter Kempf  (Präsident des BITKOM – Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.)

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