Reflex-Verlag

Reflex-Verlag Ausgabe 2011/10

Modellregionen

Eine Sonderveröffentlichung des Reflex Verlages zum Thema Modellregionen

+ zurück zur Übersicht Ausgabe-Cover-Bild mit Link zum PDF

Ausgabe als PDF anfordern

PDF bestellen
Inhaltsindex
  • 3
    Zukunft ausprobieren

    In zahlreichen Modellregionen erprobt Deutschland die Zukunft, es werden Ideen für Morgen getestet. Bund und Länder unterstützen tatkräftig.

  • 4
    Made in Germany punktet weltweit

    Deutschland ist bevorzugtes Ziel ausländischer Investoren.
    Optimale Rahmenbedingungen bieten Planungssicherheit.

  • 5
    Klimaschutz nimmt regional an Fahrt auf

    Die Frequenz extremer Wetterlagen nimmt zu. Um sich besser zu schützen, passen sich zahlreiche Regionen dem Klimawandel an.

  • 6
    Integrierte Versorgung im Test

    Zahlreiche Gesundheitsregionen entwickeln in Deutschland das Gesundheitswesen der Zukunft.

  • 7
    Wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen

    In Deutschland gibt es 15 UNESCO-Biosphärenreservate –
    Modellregionen, in denen Nachhaltigkeit im Vordergrund steht.

  • 8
    Branche unter Strom

    Bereits zum dritten Mal öffnete in München die eCarTec ihre Pforten.

  • 9
    Die Zukunft ist planbar

    Die Elektromobilität steht an der Schwelle, unsere Mobilität zu verändern. Für den reibungslosen Übergang wird in acht Modellregionen schon einmal geübt.

  • 10
    Strom bringt ÖPNV auf Touren

    Immer mehr Verkehrsbetriebe setzen auf E-Mobilität:
    Zahlreiche Projekte sind Vorreiter eines bundesweiten Vorhabens.

  • 10
    Auf lokaler Ebene Potenziale stärken

    Manche Bildungsinitiativen zeichnen sich durch ihren Modellcharakter aus, der über die Grenzen einer Region hinausgeht.

  • 11
    Energie aus der Plantage

    Strom und Wärme wachsen auch auf dem Feld und im Wald.
    Biomasse steht an zweiter Stelle der erneuerbaren Energien

  • 12
    Smarte Netze im Testbetrieb

    In verschiedenen Regionen wird das intelligente Stromnetz der Zukunft erprobt – um Grundlagen für die Energiewende zu schaffen.

  • 13
    „Passiv“ lebt es sich am schönsten

    Ökologisches und nachhaltiges Wohnen sind zentrale Themen in der Diskussion um die Zukunft der Städte.

  • 14
    Generalprobe für Zukunftsvisionen

    Ob in der Mobilität, im Verkehr oder im Naturschutz:
    Deutschland testet in regionalen Projekten die Zukunftsfähigkeit neuer Konzepte.

  • 15
    Wichtige Branchentermine

    Was, Wer, Wo, Wann?
    Über die neuesten Entwicklungen in den Modellregionen können sich Interessenten vor Ort informieren.

  • 15
    Literaturtipps zum Thema

    Lesenswertes über deutsche Modellregionen.
    Die folgende Literaturliste gibt einen Überblick über Bücher, die sich – aufgeteilt nach Themenschwerpunkten – mit Projekten in Modellregionen beschäftigen.

Editorial

Deutschlands Zukunft beginnt im Kleinen

Deutschland genießt einen Weltruf als Innovations-, Forschungs- und Exportland. Die Erfindungen und bahnbrechenden Konzepte, die ihren Weg in die ganze Welt finden, haben oftmals im Kleinen ihren Anfang genommen. Denn was groß werden soll, muss zunächst einmal im Feldversuch erprobt werden. Genau darin ist die Bundesrepublik spitze: im Ausbilden von Leuchtturmprojekten, den sogenannten Modellregionen. Prominentestes Beispiel: Derzeit werden in acht Regionen Elektromobilitätskonzepte in Praxis und All- tag getestet. Für diese Modellregionen lässt der Bund gern die Millionen springen, denn nur, wer eine Zukunftstechnologie ausprobiert hat, die auch noch praktikabel ist, kann darin internationaler Vorreiter werden. Und das ist schließlich ein erklärtes Ziel der Bundesregierung.

Will sich eine Region ins Gespräch bringen, muss sie sich oftmals darum bewerben. Und die Voraussetzungen selbst schaffen, zum Beispiel Klimaschutz-, Tourismus- oder Bioenergiekonzepte entwerfen. Gemeinden sind gefragt, selbst kreativ zu werden. Bei von Ministerien ausgeschriebenen Wettbewerben können sie so Fördermittel und wertvolle Industriekooperationen für ihre Gegend gewinnen. Das Ziel solcher Ausschreibungen ist meist, die regionale Wertschöpfung zu erhöhen und Arbeitsplätze zu schaffen. Vom höheren Bekanntheitsgrad, der über die Region hinausgeht, ganz zu schweigen.

Und dann gibt es noch die Modellversuche, um die sich alle reißen, meist in Bezug auf Elektromobilität oder nachhaltiges Wohnen. Doch geht es nicht lediglich um Prestige, das die Teilnahme an einem Modellversuch für einen bestimmten Landstrich attraktiv macht. Auch Neugier spielt eine Rolle und das Wissen darum, zur Forschung und somit zur Zukunft beitragen zu können. Sei es bei der Erprobung von E-Bikes im ländlichen Raum, um die sich Gemeinden mancherorts bewerben können. Oder beim Bau einer neuen Ökosiedlung, für die Bewohner gesucht werden. Die Zukunft aktiv mitgestalten – auch darum geht es in Modellregionen.

Es wird in Deutschland viel getan, auch für strukturschwächere Regionen. Oftmals haben gerade diese unter dem demographischen Wandel und einer eher schleppenden Wirtschaftskraft zu leiden. Dafür sind sie oft landschaftlich schön. Glück haben jene Gegenden, die den Titel eines UNESCO-Biosphärenreservates tragen dürfen, gewinnen sie doch als Modellregionen an Bedeutung. Denn auch die Wirtschaft vor Ort wird gestärkt, ohne dass das erhaltenswerte Ökosystem Schaden nimmt. Die Bürger sind an den Nachhaltigkeitskonzepten beteiligt und ein ländlicher Raum zieht auf einmal wieder Investoren an.

Wo könnten also Projekte mit Modellcharakter besser erprobt werden als in einem Land mit so vielfältigen Regionen und Landschaften, mit Ballungsräumen, Provinzen, ländlichen Gegenden? Die Projekte sind oft auf bestimmte Regionen zugeschnitten, umgekehrt wird auch für eine zu testende Innovation die passende Region gefunden. Das lockt wichtige Fachkräfte in die jeweilige Modellregion, die auch in Zukunft das Leistungsniveau halten sollen. Ein Geben und Nehmen, das der Region hilft, und nicht zuletzt Deutschlands Spitzenposition sichert. So werden Modellregionen zur Grundlage für unsere Wirtschaftsstärke – und dafür sollten wir sie schätzen und tatkräftig unterstützen.

Mike Paßmann 
Chefredakteur

Ihre Meinung ist uns wichtig:

feedback@reflex-media.net