Reflex-Verlag

Reflex-Verlag Ausgabe 2011/05

Moderne Verpackung

Eine Sonderveröffentlichung des Reflex Verlages

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Inhaltsindex
  • 3
    Multifunktional und intelligent

    Verpackungen haben viele Funktionen: Sie schützen, portionieren, verführen. Die neue Generation kann aber noch mehr.

  • 4
    Das kann man nochmal brauchen

    Unser Abfall besteht aus wiederverwertbaren Rohstoffen. Ein neues Gesetz soll nun für mehr Recycling sorgen.

  • 4
    Lizenz zum Verpacken

    Verpackungsrohstoffe müssen in Deutschland per Gesetz im Wirtschaftskreislauf bleiben.

  • 6
    Karton verwandelt sich in Markenkleid

    Ressourcenschonend, stabil und schick – Kartonverpackungen vereinen zunehmend Umweltgedanken mit elegantem Design.

  • 6
    Plastiktüten in Bioqualität

    Verpackungen sind nicht gut für die Klimabilanz. Doch auch sie können biologisch und klimaschonend hergestellt werden.

  • 8
    Keine Vorgabe scheint unlösbar

    Kunststoff bleibt Primus im Verpackungssektor. Nicht nur für Lebensmittel ist er das optimale Verpackungsmaterial.

  • 8
    Designer, Dolmetscher und Psychologe

    Die Verpackung macht ein Produkt zur Marke – ihre Gestaltung muss Kunden emotional ansprechen.

  • 10
    Leichtere Verpackungen für die Umwelt

    Klimawandel, Energie- und Ressourcenknappheit beschleunigen auch die Entwicklung nachhaltiger Verpackungen.

  • 10
    Auf die äußeren Werte kommt es an

    Ob Kunststoff, Metall oder Glas: Für jedes Produkt gibt es die richtige Verpackung.

  • 12
    Der Druck gibt der Verpackung ihr Gesicht

    Verschiedene Packstoffe verlangen verschiedene Drucktechniken, die stets weiterentwickelt werden.

  • 12
    Codes und Chips versprechen mehr Schutz

    Verpackungsmarkt nutzt vermehrt Originalitätssiegel zum Schutz vor Plagiaten. Miteinander kombinierte Systeme verheißen Erfolg.

  • 14
    Verpackungsmaschinenbau wächst wieder

    Sparsam und vor allem effizient – Deutschland bleibt Weltmeister im Export von Verpackungsmaschinen.

  • 14
    Peel-DeckelundSchokohasenimAlukleid

    Metallverpackungen werden durch ihre Flexibilität, Haltbarkeit und nicht zuletzt durch ihre Öko-Bilanz geschätzt.

  • 15
    Verpackungen als Prozesse betrachten

    Das Einsparpotenzial bei Verpackungen innerhalb der Supply Chain wird oftmals unterschätzt.

Editorial

Verpackungen: Trends & Innovationen

Auf dem Deutschen Verpackungskongress, der im März in Berlin stattfand, wurde von einer neuen Zeitrechnung gesprochen: „Wir befinden uns jetzt im Jahre zwei nach der Wirtschaftskrise.“ Aber es gibt auch viele aus der Verpackungsbranche, die fragen Krise, welche Krise? Denn gerade die Packmittelproduzenten für den Lebensmittelbereich mussten kaum Abstriche machen. Im Gegenteil, es zeichnet sich ein erstaunlicher Trend ab, wie die Nestlé Studie 2011: „So is(s)t Deutschland“ herausgefunden hat. Demnach ist der Anteil der Verbraucher, die beim Einkauf besonders auf niedrige Preise achten, seit 2009 von 48 auf 39 Prozent zurückgegangen. Gerade auch in den unteren Einkommensgruppen setzt sich diese Tendenz durch – trotz Wirtschaftskrise. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, obwohl die Menschen immer weniger Zeit für Ihre Mahlzeiten aufbringen wollen oder können, die gesunde Ernährung. Was bedeutet das für die Verpackung? Der Verbraucher erwartet eine praktische Verpackung, die ihm die Handhabung des Produktes erleichtert, beispielsweise durch eine Öffnungshilfe oder einen Wiederverschluss. Die Verpackung muss das Produkt gut schützen und eine lange Haltbarkeit gewährleisten. Gleichzeitig soll sie einfach gestaltet sein, möglichst aus ökologischen Materialien und nach dem Gebrauch sicher zu entsorgen sein.

Diese große Komplexität einerseits und der flexible Einsatz in den verschiedensten Industriebereichen andererseits veranlasst die Verpackungsbranche immer wieder zu Innovationen und technischen Weiterentwicklungen ihrer Produkte. Zusätzlich zu den gesetzlichen Anforderungen und dem Kostendruck, dem sich die Branche unterwerfen muss, gibt es derzeit den Megatrend der Nachhaltigkeit. Gemäß der Studie „TrendReport – Grün“ haben mehr als dreiviertel der online befragten deutschen Haushalte schon mal den Begriff der Nachhaltigkeit gehört und verstehen darunter vor allem „Verantwortliches Handeln für nachfolgende Generationen“ sowie „Ressourcensparendes Wirtschaften“.

Noch einen Schritt weiter geht das „Cradle-to-Cradle“ Konzept. Hierbei sollen Produkte und Verpackungen hinsichtlich der Rohstoffe so gestaltet sein, dass sich der Lebenszyklus schließt und das Material nach dem Gebrauch für andere Anwendungen wieder zur Verfügung steht oder ohne Rückstände von der Natur aufgenommen werden kann. Beispiele für derartige Produkte sind ein kompostierbares T-Shirt oder auch biologisch abbaubare Verpackungen, die auf der Basis von Milchsäure hergestellt werden und in verschiedenen Anwendungen als Ersatz für Kunststoffverpackungen zum Einsatz kommen. Auch gibt es bereits Druckfarben, die chemisch so aufgebaut sind, dass keine schädlichen Übergänge in das Produkt oder die Umwelt zu erwarten sind.

Das Bewusstsein dafür, dass die Ressourcen auf unserem Planeten endlich sind, dass es technische Prozesse gibt, die durch Unglücke nicht mehr beherrschbar sind, führt vor allem in den Industrienationen zu einem Umdenken. Die große Herausforderung vor der die Verpackungsindustrie steht, ist es, die Grundfunktionen der Verpackung zu gewährleisten, dabei aber gleichzeitig ein stärkeres Augenmerk auf die Umweltverträglichkeit zu legen.

Eine Aufgabe, der sich diese leistungsfähige Branche mit neuen Technologien, innovativen Konzepten und revolutionär anmutenden Denkansätzen stellen wird. Davon können Sie sich auf der Interpack, der Weltleitmesse für Verpackungstechnologie, überzeugen lassen.

Sonja Bähr
Geschäftsführerin bdvi – das Verpackungsnetzwer

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