Reflex-Verlag

Reflex-Verlag Ausgabe 2011/04

ITK-Infrastruktur

Eine Sonderveröffentlichung des Reflex Verlages

+ zurück zur Übersicht Ausgabe-Cover-Bild mit Link zum PDF

Ausgabe als PDF anfordern

PDF bestellen
Inhaltsindex
  • 4
    Ein neues Netz fürs Business

    Business-prozesse wandern ins netz. Die ITK-Infrastruktur verändert sich dadurch ebenso radikal wie das Geschäftsleben.

  • 6
    Abgesichert Daten verwalten

    Vom optimalen Speichermedium bis hin zum Malwareschutzprogramm – für Unternehmen bieten sich effektive Back-up-Strategien.

  • 6
    Klimatisiert lebt es sich länger

    Brand, Blitz und Bruch sind die größten Gefahren für IT-Hardware. Gezielte Vorsorge, aber auch Datenretter versprechen Hilfe.

  • 8
    Die Zukunft findet statt

    Vernetzung, Mobilität, Wachstumsfähigkeit: Langsam werden Hardware-Konzepte normalität, die vor Kurzem noch nach Science-Fiction klangen.

  • 8
    Unified Communications mit Konzept

    Unified Communications, kurz UC, gewinnt in deutschen Unternehmen rasch an Bedeutung. Damit die Umsetzung zum Erfolg wird, gilt es einige Regeln zu beachten

  • 10
    Unternehmen nonstop unter Strom

    USV-Technik, notstromgeneratoren oder Flywheel-Techologie – Firmen können sich bei Stromausfall effektiv vor Datenverlust schützen.

  • 12
    Der Klassiker in neuem Gewand

    Schon lange betreiben Unternehmen IT-outsourcing – doch die heutigen Modelle werden immer ausgeklügelter.

  • 12
    Kollege Computer

    ohne Business-Anwendungen geht heute nichts mehr. Wer sparen und flexibel bleiben will, setzt auf das prinzip „Mieten statt Kaufen“.

  • 14
    Rechenzentren: In Zukunft nachhaltig

    Rechenzentren werden immer wichtiger. Ihre Zahl steigt, und damit ihr Stromverbrauch. Energieeffizienz ist das große Thema der Branche.

  • 14
    Prozesse der Beschaffung

    Mit E-Procurement effektiv einkaufen
    Beschaffungsprozesse wirtschaftlich zu gestalten, ist eine zentrale Aufgabe des Kostenmanagements. E-Procurement ist das Mittel der Wahl.

  • 15
    Virtuell ganz praktisch sparen

    Keine Vision mehr: Daten und Anwendungen flexibel, zuverlässig und sicher über jedes Endgerät nutzen und dabei Kosten sparen.

  • 16
    Klimaretter Green IT

    Energieeffiziente IT-Technik spart schon heute viel Strom. Doch noch viel mehr kann der kluge Einsatz von IT dazu beitragen, unseren planeten zu erhalten.

  • 16
    Gute Verbindungen

    Computernetzwerke müssen immer mehr Daten übertragen. Bis die Funktechnik die nötigen Bandbreiten liefern kann, wird weiter per Kabel vernetzt.

  • 18
    Servertechnologie

    Moderne Server bieten schier unbegrenzte Rechenleistungen. obwohl ein uraltes prinzip, ermöglicht Server-basiertes Computing die Zukunft der IT.

  • 18
    Ein IT-Fachmann muss dazulernen

    Bei den sich ständig wandelnden Anforderungen sind Schulungen und Zertifizierungen ein Muss.

Editorial

Komplexer, flexibler, günstiger: IT effizient managen

Die Komplexität der Unternehmens-IT nimmt zu: Immer mehr Daten müssen empfangen, analysiert, ergänzt, archiviert und versandt werden. Die Anforderungen an die Verarbeitungsgeschwindigkeit entlang der Wertschöpfungskette steigt. Kunden können idealerweise in Echtzeit verfolgen, wie ihr Auftrag bearbeitet wird.

Gleichzeitig soll die IT flexibler werden, neue Geschäftsprozesse ermöglichen und unterstützen. Das betrifft nicht nur die zentrale Unternehmens-IT wie Server und Rechenzentren, sondern auch die dezentrale IT an den Arbeitsplätzen. Mitarbeiter erhalten Laptops, Netbooks, Tablet-PCs und Diensthandys, mit denen sie unterwegs sicher und verlässlich auf Unternehmensdaten zugreifen. Diese Daten müssen konsistent sein und vor dem Zugriff Unberechtigter geschützt werden. Zugleich sollen sich die Mitarbeiter nicht um die IT kümmern müssen, sondern voll auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren können.

Komplexer, flexibler – und möglichst günstiger. Diese Quadratur des Kreises stellt die Unternehmensleitung vor eine große Herausforderung: Sie muss IT-Management und IT-Strategie entlang der Unternehmensstrategie und an den vorgegebenen Zielen ausrichten.

Ein wichtiger Ansatz lautet dabei: Prozesse werden standardisiert und automatisiert, sowohl in den Rechenzentren wie an den Arbeitsplätzen. So können virtuelle Server automatisch eingerichtet werden, wenn der Bedarf nach IT-Leistungen steigt. Das gleiche gilt für Computer-Arbeitsplätze neuer Mitarbeiter. Erleichtert werden solche Vorgänge durch die so genannte Desktop-Virtualisierung: Bei dieser Technologie beziehen abgespeckte Arbeitsplatzrechner nicht nur einzelne Anwendungen, sondern ihre komplette Arbeitsumgebung von einem Zentralrechner. Dazu gehören auch das Betriebssystem und die benutzerdefinierten Einstellungen. So können Mitarbeiter unabhängig von ihrem aktuellen Arbeitsplatz und Endgerät problemlos auf ihre gewohnten Daten und Anwendungen zugreifen.

Den Trend zur Standardisierung und Automatisierung gibt es auch bei der Entwicklung von Software und IT-Systemen. Dies wurde lange als eher kreativer Akt gesehen, der Fokus lag auf der grundsätzlichen Machbarkeit von Projekten. Doch ähnlich wie in der Automobilbranche wird nun in der IT ein industrialisiertes Vorgehen immer wichtiger. Die Ansprüche der Kunden an Schnelligkeit, Qualität und Preis sind gestiegen, ebenso der globale Wettbewerbsdruck. Beide Trends zwingen Software-Hersteller, effizienter und produktiver zu arbeiten. Die Entwicklung von IT-Diensten mit industriellen Methoden erfordert Präzision, Qualität und die Beherrschung hoher Komplexität. Diese Fähigkeiten sind insbesondere bei der Entwicklung von geschäfts- oder sicherheitskritischen Anwendungen entscheidend.

Mit der zunehmenden industriellen Erstellung von IT-Services und der Konfiguration von Software aus standardisierten Modulen ändert sich die Rolle der IT-Verantwortlichen bei den Anwendern: Sie erbringen tendenziell weniger eigene Leistungen, sondern managen ein Netzwerk interner und externer Zulieferer. Dabei müssen betriebliche und gesetzliche Anforderungen beachtet werden. So gibt es Richtlinien, welche Daten Unternehmen wie und wann den Finanzbehörden liefern müssen. Auch der normale Betriebsablauf verlangt, dass die notwendigen Daten immer rechtzeitig bereitstehen.

Das stellt hohe Anforderungen an die Prozessqualität im Unternehmen und an die eingesetzte IT-Infrastruktur. Beides verlangt ein effektives und methodisch sauberes IT-Management. Diese Publikation zeigt die entsprechenden Herausforderungen und Lösungen auf.

Prof. Dr. August-Wilhelm 
Scheer BITKOM-Präsident

Ihre Meinung ist uns wichtig:

feedback@reflex-media.net